Flieger von Lufthansa: Doch näher bei den Golf-Konkurrenten?

TarifstreitLufthansa und Piloten erzielen Einigung

Die Lufthansa und die Vereinigung Cockpit haben sich auf dem Weg zu einer Gesamtlösung geeinigt. Noch ist der Deal allerdings unverbindlich.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit (VC) stehen die Zeichen auf Versöhnung: Beiden ist es laut der Piloten-Gewerkschaft gelungen, «eine Absichtserklärung zu einer verschiedene Tarifverträge betreffenden Gesamtlösung zu vereinbaren». Die Fluggesellschaft nennt das Ganze eine «zunächst noch unverbindliche Grundsatzeinigung für eine Gesamtlösung aller offenen Tarifthemen».

Diese Grundsatzeinigung soll Lufthansa zufolge auch die im Februar 2017 in der Schlichtung zum Vergütungstarifvertrag vereinbarten Punkte ersetzen. Der Vorstand halte «die Überführung dieser Grundsatzeinigung in rechtlich verbindliche Verträge zum jetzigen Zeitpunkt für überwiegend wahrscheinlich», heißt es in einer Mitteilung.

«Absenkung der Cockpitstückkosten um 15 Prozent»

Die Vereinigung Cockpit erklärt: «Im Wesentlichen sichert die VC der Lufthansa für die vom Konzerntarifvertrag umfassten Flugbetriebe strukturell nachhaltig verbesserte Cockpitpersonalkosten zu.» Dies geschehe durch eine durchschnittliche Absenkung der Cockpitstückkosten um 15 Prozent. «Im Gegenzug verpflichtet sich der Konzernvorstand, die Arbeitsplätze des Cockpitpersonals bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu schützen und darüber hinaus Perspektiven und Karrieremöglichkeiten zu schaffen», heißt es in der VC-Mitteilung.

Lufthansa führt die Inhalte der Grundsatzeinigung in Stichpunktform wie folgt auf:

  • Der Abschluss langjähriger Vergütungs-, Mantel- und Übergangs- und Altersversorgungs-Tarifverträge mit einer Laufzeit bis mindestens Juni 2022.
  • Die Umstellung zukünftiger Ansprüche auf Altersversorgung von einem System garantierter Auszahlungen (Defined Benefit) auf ein System garantierter Beiträge (Defined Contribution) sowie die sukzessive Anhebung des Ausscheidealters im Rahmen der Übergangsversorgung auf durchschnittlich 60 Jahre.
  • Die Umstellung der Alters- und Übergangsversorgung hätte voraussichtlich im Geschäftsjahr 2017 eine einmalige entlastende Wirkung in den Pensionsverbindlichkeiten von einem hohen dreistelligen Millionen-Eurobetrag und einen positiven Effekt im Ebit der Gesellschaft.
  • Produktivitätsverbesserungen für aktuelle Mitarbeiter und Neueinsteiger sowie die Einführung einer neuen Vergütungsstruktur.
  • Vereinbarte und zeitlich gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 11,4% und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern für eine Laufzeit von Mai 2012 bis Juni 2022.

Weitere Eckpunkte der Grundsatzeinigung zu strukturellen Fragen sind laut Lufthansa:

  • Die Bereederung von mindestens 325 Flugzeugen bei den genannten Fluggesellschaften mit Cockpitpersonal des sogenannten Konzerntarifvertrags zu den oben genannten Bedingungen bis zum Ende der Laufzeit.
  • In diesem Zusammenhang die Schaffung von mindestens 600 Kapitänsanwärterstellen im Konzerntarifvertrag bis Ende 2022 und perspektivisch die Einstellung von mehr als 700 Nachwuchsflugzeugführern.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Fliegt die deutsche Nationalmannschaft mit Lufthansa zurück? Jein

Visualisierung einer Boeing 777-9 von Lufthansa: Will der Konzern mehr?

Lufthansa will mehr Airbus A350-1000 oder Boeing 777X bestellen

Die D-AIRH von Lufthansa: 1993 erstmals geflogen, 1994 ausgeliefert, hier zu sehen 2005, und 2026 immer noch Teil der Flotte.

Das sind die ältesten Flugzeuge von Lufthansa, Swiss, Austrian und Co.

ticker-lufthansa

Medizinischer Notfall: Boeing 747-8 von Lufthansa auf dem Weg von Frankfurt in die USA muss in Köln/Bonn landen

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg