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Verhandlungen

Lufthansa und ITA – jetzt geht es um den Preis

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wird noch in dieser Woche nach Rom reisen für Verhandlungen um ITA Airways. Der Preis für die italienische Airline dürfte gesunken sein.

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 24. April läuft die Frist für die exklusiven Verhandlungen zwischen Lufthansa und ITA Airways ab. Und in denen geht es jetzt vor allem um einen Punkt: den Preis für die italienische Airline. Er werde am Donnerstag (30. März) nach Rom fahren, um sich dort mit dem italienischen Wirtschaftsminister zu treffen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten in Brüssel.

Dabei sei die Bewertung der Alitalia-Nachfolgerin ein wichtiges Thema. Der Lufthansa-Chef verweist dabei auf die Finanzzahlen von ITA. Unter dem Strich steht ein Verlust von fast 500 Millionen Euro. «Das wirkt sich offensichtlich auf den Preis aus», so Spohr.

Mailand als wichtiges Drehkreuz

Er sei weiterhin überzeugt, dass ITA Airways als Teil der Lufthansa-Gruppe profitabel sein könne. Nicht nur Rom hat er dabei als Drehkreuz für die potenzielle neue Tochter-Airline im Blick. «Vergessen Sie Mailand nicht», so Spohr. Mailand sei nach London und Paris der drittgrößte Standort nach Passagierzahlen. Die Stadt verfügt mit Malpensa und Linate über zwei Flughäfen.

Auch wenn Spohr sich zuversichtlich gibt, noch vor Ende der exklusiven Verhandlungsfrist eine Einigung zu finden – vor Ostern dürfte es nicht mehr so weit sein. Die Airline-Gruppe will 40 Prozent der italienischen Fluggesellschaft kaufen. Während zuvor noch in verschiedenen Medien die Rede von 300 bis 350 Millionen Euro für den Anteil war, dürfte der Preis inzwischen gesunken sein.

Option auf mehr Anteile

Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, geht es in den Verhandlungen mittlerweile um 200 Millionen Euro. Außerdem möchte Lufthansa die Option, den Anteil an der italienischen Airline zu erhöhen – wie das unter anderem auch schon bei Brussels Airlines geschehen war.