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Nach Zwist

Lufthansa und Fraport einigen sich auf Kostenpakt

Nach zuletzt eisiger Stimmung haben Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport eine Vereinbarung präsentiert. Es geht um Kostenentlastung und Wachstum.

Fraport

Lufthansa-Airbus landet in Frankfurt: Die Zeichen stehen vorsichtig auf Entspannung.

Lufthansa und Fraport hatten schon bessere gemeinsame Zeiten: Dass Ryanair für die Ansiedlung von Flugzeugen Rabatte von 50 Prozent erhält, verdarb die Stimmung zwischen dem Frankfurter Flughafenbetreiber und seiner größten Kundin. Im Juni hieß es dann, eine Einigung im Streit liege in Griffweite. Auch von einem Wachstumspakt war die Rede. Und der ist nun da: Am Mittwoch (5. Juli) haben die beiden Unternehmen eine «Vereinbarung zur Kostenentlastung und für mehr Wachstum» präsentiert. Sie hätten einen Vertrag über kurzfristige Entlastungen unterzeichnet, teilten Lufthansa und Fraport gemeinsam mit.

Im Detail gehe es etwa darum, die bestehende Infrastruktur besser auszulasten und Kosten durch eine bessere Vorplanung der Passagierentwicklung zu reduzieren, hieß es. «Lufthansa und Fraport werden außerdem die Kundenansprache intensiver koordinieren, um dadurch die Angebote im Non-Aviation-Bereich zu optimieren.» Mit diesen Maßnahmen wolle man die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Lufthansa auch in den kommenden Jahren in Frankfurt weiter wachsen könne.

Weitere Gespräche angekündigt

Der Flughafenbetreiber teilte außerdem mit: «Um auch im Jahr 2018 Wachstum am Frankfurter Flughafen zu fördern, plant Fraport, für das kommende Jahr keinen neuen Entgeltantrag zu stellen.» Der bestehende Entgeltantrag werde dann weiterhin Bestand haben. Macht Fraport diese Ankündigung wahr, dürften Start- und Landegebühren 2018 wohl nicht steigen.

Das gemeinsame Statement soll offensichtlich das Ende der Eiszeitstimmung einläuten. Es ist die Rede von einem «Neustart für noch intensivere Beziehungen» und davon, «ein neues Kapitel der Zusammenarbeit» aufzuschlagen. «Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und der Auftakt zu weiteren Gesprächen», sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister.

Lufthansa beobachtet Fraport

Allerdings zitierte das Handelsblatt Lufthansa-Kreise mit der Aussage, dass es maßgeblich vom weiteren Verhalten von Fraport abhänge, ob man den Streit tatsächlich dauerhaft beilegen könne. «Sollte das Management zum Beispiel vehement weitere Billiganbieter an den größten deutschen Flughafen holen oder nicht das umsetzen, was man versprochen hat, nämlich die Stärkung der Drehkreuzfunktion, müssten wir neu denken», sagte eine nicht näher genannte Führungskraft der Fluggesellschaft.



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