B777 in den Farben von Swiss: Bald in der Flotte.

Swiss lässt Boeing triumphieren

Nun ist es definitiv: Die Airline bestellt sechs B777-300ER und damit erstmals bei Boeing. Ihre Mutter Lufthansa ordert zugleich A380 und A320 bei Airbus.

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Bisher besteht die Langstrecken-Flotte von Swiss International Airlines ausschließlich aus Airbus-Fliegern. Dass die auf ultralangen Strecken eingesetzten Airbus A340 über kurz oder lang ersetzt würden, war jedoch klar. Und in der Branche munkelte man schon länger, dass dieser Ersatz wohl nicht vom europäischen Flugzeugbauer kommen dürfte. Spätestens mit der Bestellung der Lufthansa von sechs Boeing B777 kochte die Gerüchteküche heiß. Nun hat die Swiss bestätigt: Sechs B777-300ER sollen ab 2016 zur Flotte stoßen.

Der Entscheid für das Erfolgsmodell des Herstellers Boeing sei «nach einer intensiven Evaluationsphase» gefallen, schreibt Swiss in einer Mitteilung. Die Festbestellungen entsprechen einem Investitionsvolumen von über 1,5 Milliarden Franken. Die Fluglinie wird die neuen Flieger für Verbindungen wie San Francisco, Los Angeles, São Paulo, Bangkok, Hongkong, Schanghai, Peking, Johannesburg und Singapur einsetzen.

Mehr Effizienz

Die Swiss erhofft sich von den Boeing-Verkaufsschlagern einen deutlichen Effizienzgewinn. Treibstoff- und CO2-Einsparungen von 23 Prozent gegenüber der in die Jahre gekommenen A340-300 seien möglich, schreibt die Airline. Auch die über 330 Sitzplätze böten neue Möglichkeiten.

«Die Boeing B777-300ER verfügt über die ideale Größe und Reichweite für unsere Marktabdeckung aus der Schweiz. Viele Mitbewerber sind bereits heute mit Flugzeugen mit über 300 Sitzplätzen im Einsatz». Der Schritt in eine moderne Flotte sei «ein Meilenstein» und entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit», erklärt Swiss-Chef Harry Hohmeister den Flottenentscheid.

Triumph für Boeing

Für Boeing ist es ein kleiner Triumph. Denn weder die Swiss noch die Lufthansa führen bislang die B777 in ihrer Flotte. Ab Herbst 2013 sind die B777-ER aber auch bei Lufthansa Cargo im Einsatz. Austrian erbte vier B777-200 von Lauda Air.

Auch bei der Lufthansa stehen weitere Erneuerungen an: Der Aufsichtsrat winkte laut einer Mitteilung den Kauf von zwei weiteren Airbus A380 und 30 A320 durch. Außerdem sei man dabei, eine Order für 70 Exemplare der sparsamen A320neo und A321neo vorzubereiten.

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