Flieger von Jet Airways: Hoffen auf Passagiere aus dem KLM- und Delta-Netz.

Vertiefte KooperationLufthansa sucht Nähe zu Jet Airways

Die neue Liebe zwischen Lufthansa und Etihad machts möglich: Die deutsche Fluglinie versucht enger mit der indischen Jet Airways zusammenzuarbeiten.

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Eigentlich war Air India nicht die erste Wahl. Doch im Juli 2014 wurde die indische Nationalairline Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance um Lufthansa. Zuvor hatte es viel Widerstand gegeben: Zu schlechtes Serviceniveau, zu hohe Unzuverlässigkeit, zu starke staatliche Intervention waren nur einige der Kritikpunkte an Air India.

Doch Star Alliance brauchte einen Partner in Indien. Immerhin ist der Subkontinent einer der wichtigsten Zukunftsmärkte der Welt. Eine wirkliche Alternative gab es für Lufthansa und ihre Bündnispartner neben Air India nicht. Denn Etihad Airways hatte sich bereits den Wunschpartner Jet Airways in die eigene Allianz geholt. Die Golfairline ist mit 24 Prozent an der indischen Fluglinie beteiligt.

Kein neues Mitglied in Star Alliance

Nun aber bandelt Lufthansa wieder mit Jet Airways an. Möglich macht das die frische Zusammenarbeit der deutschen Fluggesellschaft mit Etihad. Man suche Möglichkeiten für eine engere Kooperation, so Carsten Spohr gemäß lokalen Medien bei einer Medienkonferenz in Delhi. Man fliege fünf Ziele in Indien an und von dort aus biete Jet Airways gute Anschlussflüge. Das sei ein Anknüpfungspunkt.

Als neues Mitglied der Star Alliance sieht Spohr Jet Airways aber nicht. Man versuche lieber zuerst, die Kooperation mit Air India im Bündnis weiter zu vertiefen. Auch an indischen Fluggesellschaften will sich Lufthansa nicht beteiligen. Derzeit hat Jet Airways einen Interlining-Vertrag mit Lufthansa. Viel enger verknüpft ist die indische Fluglinie aber mit Air France, KLM und Delta. Sie haben ein Joint Venture zwischen Indien und Europa.

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