Letzte Aktualisierung: um 7:11 Uhr

Bodenpersonal legt Arbeit nieder

Lufthansa streicht wegen Streik fast alle Flüge ab Frankfurt und München

Der Streik des Bodenpersonals hat heftige Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Lufthansa muss nahezu das ganze Flugprogramm an den beiden deutschen Drehkreuzen streichen.

aeroTELEGRAPH

Lufthansa-Flieger in Frankfurt: Am Mittwoch steht fast alles still.

Am Mittwoch um 03:45 Uhr geht es los, am Donnerstag um 06:00 Uhr ist es vorbei. So lange legt das Bodenpersonal der Lufthansa diese Woche die Arbeit nieder. Und das hat heftige Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Wie die Airline mitteilt, streicht sie ab Frankfurt und München fast alle Flüge am Streiktag. Doch auch am Dienstag sind schon einige Stornierungen nötig.

In Frankfurt streicht die Fluggesellschaft insgesamt 678 Flüge, davon 32 bereits am heutigen Dienstag (26. Juli). Betroffen sind laut Lufthansa voraussichtlich 92.000 Fluggäste. In München sagte die Airline insgesamt 345 Flüge ab, davon 15 bereits am Dienstag, 42.000 Fluggäste kommen nicht wie geplant ans Ziel.

Management ist sauer

Man werde alle betroffenen Reisenden informieren und nach Möglichkeit umbuchen. Lufthansa sagt aber auch, dass das nicht in allen Fällen möglich sein wird. «Die Kapazitäten sind begrenzt», so die Fluggesellschaft.

Personalvorstand Michael Niggemann ist verärgert. «Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an. Das betrifft vor allem unsere Fluggäste in der Hauptreisezeit», so der Lufthansa-Manager. «Und es belastet unsere Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs zusätzlich stark.»

«Nicht mehr verhältnismäßig»

Man habe ein «hohes Angebot mit sehr substantiellen Vergütungssteigerungen im Zeitraum der nächsten zwölf Monate von mehr als 10 Prozent Plus in den Vergütungsgruppen bis 3000 Euro und rund 6 Prozent Plus bei 6500 Euro monatlicher Grundvergütung» unterbreitet. Daher sei der «sogenannte Warnstreik mitten in der Hauptreisezeit schlicht nicht mehr verhältnismäßig», so Niggemann.