Lufthansas neuer Sitz im Airbus A321 Neo: Startklar.

VereinheitlichungLufthansa schickt neuen A320-Sitz in die Luft

Die Lufthansa-Gruppe vereinheitlicht die Airbus-A320-Kabinen ihrer Netzwerk-Airlines. Jetzt startet erstmals ein Lufthansa-Jet mit dem neuen Sitz.

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Deutschlands größte Airline hat in Frankfurt ihren ersten Airbus A321 Neo in Empfang genommen, der bei Lufthansa zum Einsatz kommen wird. Erstmals mit an Bord ist der neue Sitz, den Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines gemeinsam auf der Kurz- und Mittelstrecke einführen. Es ist das Modell Essenza des italienischen Sitzherstellers Geven.

Lufthansa verspricht den Passagieren durch eine Verschlankung der Lehne mehr Freiraum. «Dies gelingt durch die neu entwickelte horizontale Anordnung der Literaturtasche über dem Tisch», so das Unternehmen. Die Rückenlehne sei um 20 Grad nach hinten geneigt, während bisher während Rollvorgang, Start und Landung nur 12 Grad möglich seien. In der Business Class, die den gleichen Sitz nutzt, können im Reiseflug 26 Grad erreicht werden.

USB-Anschlüsse erstmals auf Kurzstrecke

Erstmals in der Lufthansa Gruppe sind auch auf der Kurzstrecke USB-Anschlüsse verfügbar. Zudem haben die Tische ein besonderes Feature: «In den Tisch wurde eigens eine Spalte eingelassen, die die Tablet-Halterung erleichtert», so Lufthansa. Der neue Sitz ist in allen Jets der A320-Familie verbaut, die ab jetzt an die Netzwerk-Airlines geliefert werden.

Zwar werden die A320-Familie-Kabinen von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines bei Sitzen und Bordküchen vereinheitlicht. Die einzelnen Airline-Marken blieben jedoch auf den Sitzen sichtbar. Auch in den Farben der Sitzpolster unterscheiden sich die Sessel noch.

Jet-Wechsel zwischen Airlines einfacher

Mit der Vereinheitlichung will die Gruppe erreichen, dass Jets in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand angepasst werden können, wenn diese zwischen den Airlines transferiert werden. «Dadurch kann die Lufthansa Group schneller und flexibler auf aktuelle Entwicklungen reagieren und Flugzeuge einfacher und effizienter bei einer anderen Airline und an einem anderen Drehkreuz einsetzen», heißt es. Kosten für Anpassung und Liegezeiten würden sinken, zudem würden sich Synergien beim Flugzeugeinkauf ergeben.

Lufthansa hatte den neuen Sitz bereits vor einem Jahr auf der Kabinenmesse AIX in Hamburg vorgestellt. Jetzt kommt er erstmals in einem Flieger zum Einsatz.

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