Jets von Lufthansa und Condor: Die Zusammenarbeit läuft weiter.

BGH-EntscheidungLufthansa muss weiterhin Zubringer für Condor fliegen

Der Bundesgerichtshof untersagt es Lufthansa, das Zubringer-Abkommen mit Condor in Kürze zu beenden. Allerdings ist dies noch keine endgültige Entscheidung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Am Sonntag (27. Oktober) beginnt der Winterflugplan. Und ginge es nach Lufthansa, würde dann ihr sogenanntes Special Pro-Rate Agreement, abgekürzt SPA, mit Condor enden. Diese Vereinbarung ermöglicht es Condor, ihre Fluggäste zu besseren Konditionen als im Interlining auf Lufthansa-Flügen Richtung Frankfurt zu platzieren und diese Flüge somit als Zubringer fürs eigene Langstreckenangebot ab Frankfurt zu nutzen. Doch 2020 kündigte Lufthansa das SPA, und seitdem streiten die Fluggesellschaften darüber, ob das rechtens ist, oder nicht.

Im Mai 2024 errang Lufthansa in einem vorläufigen Verfahren des Oberlandesgerichts Düsseldorf einen Etappensieg - und wollte mit dieser Entscheidung im Rücken das SPA nur noch bis zum Ende des Sommerflugplans laufen lassen. Doch es kommt anders.

BGH entscheidet - aber noch nicht endgültig

Nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als könnte bald die EU eine entscheidende Rolle in dem Streit einnehmen, ist vorerst erst einmal eine Entscheidung in Deutschland gefallen. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat laut den beiden Fluggesellschaften entschieden, dass die aktuelle Vereinbarung zunächst fortgeführt werden muss.

«Diese Entscheidung begrüßen wir natürlich», sagte eine Condor-Sprecherin am Donnerstag (24. Oktober) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die zuerst über die Entscheidung berichtete. Lufthansa bestätigte, dass sie das SPA fortführen muss bis zu einer endgültigen Entscheidung des obersten Gerichts.

Wird es weiterhin Gespräche geben?

Condor hatte laut Reuters zuvor Rechtsmittel beim BGH eingelegt gegen die vorläufige Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Doch es gab nicht nur die Gerichtsverfahren. Die Airlines verhandelten auch über eine mögliche außergerichtliche Lösung. Condor will dies laut der Sprecherin fortsetzen, Lufthansa äußerte sich nicht dazu.

Lufthansa hatte zuletzt noch die Preise für Condor angehoben, wie im August bekannt wurde. Die Zubringerdienste sollen für den Ferienflieger rund 15 Prozent teurer geworden sein.

Mehr zum Thema

Jets von Condor und der Lufthansa-Tochter Discover in Frankfurt: Ferienflug-Konkurrenz.

Kurz vor entscheidendem Datum: Lufthansa und Condor immer noch nicht einig über Zubringer

Flugzeug von Condor: Für FTI-Kunden nur noch Rückflüge.

Streit zwischen Condor und Lufthansa geht auf EU-Ebene

Zubringerjets von Lufthansa, fotografiert aus einem Condor-Flieger: Es wird neu verhandelt.

Lufthansa bittet Condor stärker zur Kasse

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg