Das Modell spielte in den Anfangsjahren der alten Lufthansa eine wichtige Rolle.

Unverändertes Markenbild seit 52 JahrenWarum Lufthansa beim Kranich bleibt

1962 verpasste sich die Lufthansa ein einheitliches Erscheinungsbild – und veränderte es seitdem nicht mehr. Zu Recht, finden Experten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Unternehmen wechseln immer wieder ihr Erscheinungsbild. So wollen sie sich dem Zeitgeist anpassen und sich mitunter auch gleich ein neues Image verpassen. Auch Fluggesellschaften sind da nicht anders. Kürzlich verpasste sich beispielsweise Iberia ein völlig neues Kleid, bei der Neulancierung bekam Germanwings eine ganz neue Markenidentität. Und American Airlines liess ihr bekanntes AA-Logo nach 45 Jahren fallen und verpasste sich einen neuen Anstrich.

Nur eine Fluglinie scheint das alles nicht zu kümmern. Seit mehr als fünfzig Jahren ist der Auftritt der Lufthansa unverändert geblieben. Wer einen Flieger der deutschen Airline sieht, erkennt gleich auf den ersten Blick das blau-gelbe Markenbild mit dem nach links aufsteigenden Kranich. «Idealerweise ist ein Logo einprägsam und spiegelt die Charakteristika der Marke wieder», erklärt Karsten Kilian, einer der führenden Markenexperten Deutschlands, gegenüber aeroTELEGRAPH. «Das ist der Lufthansa einfach perfekt gelungen.»

Einheitliches Kleid für alle Lufthansa-Flieger

Der dauerhafte Auftritt wurde 1962 ausgeheckt. Als die Lufthansa nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Betrieb wieder aufnahm, hatten ihre Flieger kein einheitliches Design. Logos, Symbole und Schriftzüge aus den unterschiedlichsten Phasen der Lufthansa-Geschichte wurden miteinander kombiniert. Ein unverwechselbares Logo musste her, insbesondere für das internationale Geschäft. Der Neuauftritt wurde unter dem Namen «Projekt 1400» geplant.

Die Fluglinie engagierte Otl Aicher, Mitbegründer und Dozent an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Die Lufthansa wünschte sich ein einheitliches Design, dass Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kompetenz ausstrahlt. Dem Designer war die Hausfarbe als Erkennungsmerkmal besonders wichtig. Aicher wollte deshalb die Leitwerke ganz gelb gestalten, ohne Logo. Das ging dem Vorstand zu weit.

Marken sollten sich selbst treu bleiben

Aicher kreierte abgesehen davon ein neues Erscheinungsbild, angelehnt an das bereits bestehende. Der Kranich erhielt aber einen Kreis, das Gelb wurde wärmer, das Blau dunkler und mit dem Klassiker Helvetica wurde eine einheitliche Schrift eingeführt, die Versalien verschwanden.

Dieses Corporate Design gibt es nun seit 52 Jahren. Einen Grund es zu ändern, sieht Markenexperte Kilian nicht: «Erfolgreiche Marken ändern ihr Logo nicht, man denke nur an Harley-Davidson oder Coca-Cola. Eigentlich gibt es nur einen triftigen Grund, das Logo zu ändern und zwar, wenn sich das Geschäftsfeld dramatisch geändert hat und das alte Logo nicht mehr zur neuen Marke passt.» Und das ist bei der Lufthansa eindeutig nicht der Fall.

Lufthansa besser als Pepsi

«Natürlich könnte man das Logo an den Zeitgeist anpassen, den Kranich beispielsweise etwas weniger kantig darstellen», sagt Kilian. «Aber damit würde man nur einem temporären Trend in der Gestaltung folgen. Eine Marke aber ist etwas sehr langfristiges, die sich treu bleiben sollte und nicht jedem Trend hinterher rennen.» Ein Negativbeispiel sei da Pepsi: «Die schrauben jedes Jahr an ihrem Logo herum. Und es wird einfach nicht besser.»

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg