Economy-Class in einer A380: Wer reserviert, der zahlt. Zumindest auf der Langstrecke.

LangstreckeLufthansa kassiert bei Platzreservierung

Ab dem 21. März müssen Economy-Passagiere von Lufthansa und Austrian Airlines zahlen, wenn sie Sitzplätze auf der Langstrecke reservieren.

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Wer auf einem Langstreckenflug von Lufthansa oder der Tochter Austrian Airlines einen Sitzplatz in der Economy-Class reserviert, zahlt dafür ab dem 21. März 25 Euro. Eine Sprecherin der Fluglinie bestätigte einen entsprechenden Bericht des Touristikmagazins FVW gegenüber aeroTELEGRAPH. Wer innerhalb Deutschlands oder Europas noch ein Zu- oder Abbringerflug benötigt und auch dabei einen Platz reservieren möchte, wird mit weiteren 10 Euro zur Kasse gebeten.

Ein Beispiel: aeroTELEGRAPH hat eine Lufthansa-Verbindung von Hamburg über Frankfurt nach Singapur herausgesucht. Hinflug am 22. April, Rückflug am 14. Mai. Der Flugpreis beträgt 517,35 Euro. Die mögliche Sitzplatzreservierung von Hamburg nach Frankfurt kostet 10 Euro, die von Frankfurt nach Singapur 25 Euro. Auf dem Rückweg verhält es sich genauso. Wer also auf allen vier Flügen reserviert, zahlt dafür insgesamt 70 Euro. Gemessen am Flugpreis bedeutet das einen Aufschlag von rund 13,5 Prozent.

Beim Check-in ist die Platzwahl gratis

Die Gebühr gibt es bereits in den unteren Economy-Buchungsklassen von Lufthansa und Austrian. Swiss bittet die Passagiere aller Economy-Klassen bereits seit 2014 zur Kasse. So nannte die Lufthansa-Sprecherin neben dem Marktumfeld und Wettbewerbern auch den Wunsch nach einer einheitlichen Regelung als Grund für die neue Gebühr.

Nicht zahlen müssen Gruppenreisende sowie Vielflieger der Kategorien Hon Circle und Senator. Außerdem betonte die Sprecherin, dass Passagiere beim Check-in binnen 23 Stunden vor dem Abflug weiterhin gratis einen der verfügbaren Sitzplätze wählen können.

Update, 8. Februar:

Ein Nachtrag zu unserer obigen Beispiel-Buchung: Lufthansa teilt die Economy-Class in eine Vielzahl von Buchungsklassen ein. In den Klassen W, S, T, L und K ist die Platzreservierung bereits jetzt kostenpflichtig, in Y, B, M, U, H, Q und V müssen Passagiere erst ab dem 21. März zahlen. Unser Beispiel zeigt Flüge aus der ersten Kategorie, in der die Reservierung schon jetzt kostet. Dadurch ist die Rechnung nicht falsch, aber auch kein perfektes Beispiel. Alternativ haben wir nun eine andere Verbindung herausgesucht: Am 1. Juni von Hamburg über Frankfurt nach Los Angeles und am 12. Juli ebenso zurück. Hin- und Rückflüge kosten insgesamt 2097,71 Euro. Die Reservierungsgebühren von maximal 70 Euro entsprechen hier einem Aufschlag von rund 3,3 Prozent. Auf der Webseite der Lufthansa werden die Reservierungskosten bei dieser Verbindung aber noch nicht angezeigt.

Der Grund: Für die neue Gebühr ist nicht das Flugdatum entscheidend, sondern das Datum des Ticketkaufes. Wer also bis einschließlich 20. März kauft, zahlt noch keine Gebühr, wer ab dem 21. März kauft, zahlt. Das bestätigte die Lufthansa gegenüber aeroTELEGRAPH.

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