Lufthansa-Flieger: Emirates gibt sich interessiert

Emirates flirtet mit Lufthansa

Irgendetwas tut sich am Golf. Nach Gerüchten um eine Allianz mit Qatar spricht Emirates-Chef Tim Clark nun über eine Zusammenarbeit mit der Lufthansa.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es sind ganz neue Töne, die Emirates-Chef Tim Clark anschlägt. «Wir würden ein bilaterales Abkommen durchaus in Erwägung ziehen», erklärte er am Montag (6. Mai) bei der Branchenkonferenz Arabian Travel Market. Er bezieht sich dabei konkret auf eine potenzielle Allianz mit Deutschlands größter Fluggesellschaft, wie das Nachrichtenportal Arabian Business berichtet. Doch dazu müsste sich in der Unternehmenskultur der Lufthansa noch einiges ändern, so der Manager. «Sie bräuchten ein anderes Geschäftsmodell.»

Wenn die Deutschen sich vorstellen könnten, mit Emirates Geschäfte zu machen, dann sei alles möglich. «Die Allianzen lockern sich auf, neue Partnerschaften entstehen», so Clark. «Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass ein Traditionsanbieter wie Air France mit einer Golfairline wie Etihad zusammenspannt?» Die Franzosen sind mit dem Emirates-Konkurrenten aus Abu Dhabi ein Codeshare-Abkommen eingegangen. An Lufthansa-Konkurrent Air Berlin ist Etihad außerdem mit rund 30 Prozent beteiligt.

Noch vor einem Jahr ganz anders

Noch vor einem Jahr sah alles ganz anders aus. «Lufthansa hasst uns leidenschaftlich» sagte damals Clarks Stellvertreter Maurice Flanagan. Er verdächtigte die deutsche Fluggesellschaft, es der Konkurrentin aus Dubai extra schwer zu machen. Seit einigen Jahren schon kämpft Emirates um Landerechte in Berlin, die die Regierung der Airline verwehrt.

Doch Clark machte nun auch in dieser Richtung einen erstaunlichen Stimmungswechsel durch. «Wir dürfen nicht vergessen, dass die Deutschen zu uns sehr großzügig sind» so der Manager. Man dürfe vier Flughäfen der Wahl anfliegen, das sei mehr, als man aus den meisten Ländern erhalte. «Nun sind sie also etwas schwierig, weil sie ihren Nationalanbieter schützen wollen. Das müssen wir ihnen schon zugestehen.» Man werde mit der Entscheidung leben. Auch wenn Emirates natürlich der deutschen Wirtschaft viele Vorteile brächte. «Wir arbeiten weiter daran», so Clark.

Auch Qatar interessiert

Die Lufthansa ist nicht die einzige Fluglinie, über deren Zusammenarbeit mit Emirates die Branche gerade diskutiert. Fast zeitgleich preschte auch Akbar Al Baker, Chef von Qatar Airways vor. In einem Interview – ebenfalls mit Arabian Business - machte er sich für eine Allianz mit Emirates stark. Mit Lufthansa-Partner Jetblue in Amerika unterhält Emirates bereits ein Codeshare-Abkommen.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates will Geschäft mit Medizintourismus ausbauen

ticker-emirates

Emirates baut Partnerschaften aus

ticker-emirates

Emirates und Kuwait Airways planen gegenseitiges Codeshare

ticker-emirates

Emirates bringt Premium Economy im Airbus A380 nach Paris

Video

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg