Lufthansa-Flieger: Emirates gibt sich interessiert

Emirates flirtet mit Lufthansa

Irgendetwas tut sich am Golf. Nach Gerüchten um eine Allianz mit Qatar spricht Emirates-Chef Tim Clark nun über eine Zusammenarbeit mit der Lufthansa.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Es sind ganz neue Töne, die Emirates-Chef Tim Clark anschlägt. «Wir würden ein bilaterales Abkommen durchaus in Erwägung ziehen», erklärte er am Montag (6. Mai) bei der Branchenkonferenz Arabian Travel Market. Er bezieht sich dabei konkret auf eine potenzielle Allianz mit Deutschlands größter Fluggesellschaft, wie das Nachrichtenportal Arabian Business berichtet. Doch dazu müsste sich in der Unternehmenskultur der Lufthansa noch einiges ändern, so der Manager. «Sie bräuchten ein anderes Geschäftsmodell.»

Wenn die Deutschen sich vorstellen könnten, mit Emirates Geschäfte zu machen, dann sei alles möglich. «Die Allianzen lockern sich auf, neue Partnerschaften entstehen», so Clark. «Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass ein Traditionsanbieter wie Air France mit einer Golfairline wie Etihad zusammenspannt?» Die Franzosen sind mit dem Emirates-Konkurrenten aus Abu Dhabi ein Codeshare-Abkommen eingegangen. An Lufthansa-Konkurrent Air Berlin ist Etihad außerdem mit rund 30 Prozent beteiligt.

Noch vor einem Jahr ganz anders

Noch vor einem Jahr sah alles ganz anders aus. «Lufthansa hasst uns leidenschaftlich» sagte damals Clarks Stellvertreter Maurice Flanagan. Er verdächtigte die deutsche Fluggesellschaft, es der Konkurrentin aus Dubai extra schwer zu machen. Seit einigen Jahren schon kämpft Emirates um Landerechte in Berlin, die die Regierung der Airline verwehrt.

Doch Clark machte nun auch in dieser Richtung einen erstaunlichen Stimmungswechsel durch. «Wir dürfen nicht vergessen, dass die Deutschen zu uns sehr großzügig sind» so der Manager. Man dürfe vier Flughäfen der Wahl anfliegen, das sei mehr, als man aus den meisten Ländern erhalte. «Nun sind sie also etwas schwierig, weil sie ihren Nationalanbieter schützen wollen. Das müssen wir ihnen schon zugestehen.» Man werde mit der Entscheidung leben. Auch wenn Emirates natürlich der deutschen Wirtschaft viele Vorteile brächte. «Wir arbeiten weiter daran», so Clark.

Auch Qatar interessiert

Die Lufthansa ist nicht die einzige Fluglinie, über deren Zusammenarbeit mit Emirates die Branche gerade diskutiert. Fast zeitgleich preschte auch Akbar Al Baker, Chef von Qatar Airways vor. In einem Interview – ebenfalls mit Arabian Business - machte er sich für eine Allianz mit Emirates stark. Mit Lufthansa-Partner Jetblue in Amerika unterhält Emirates bereits ein Codeshare-Abkommen.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Emirates: Berlin oder nicht Berlin?

Erst großer Streit um Emirates-Flüge - doch die Golfairline will vorerst gar nicht nach Berlin kommen

ticker-emirates

Emirates entwickelt barrierefreie Lounge-Suite und Kabinenkonzept

ticker-emirates

Italienische Fluggesellschaften wollen Emirates-Flüge von Mailand nach Lima verhindern

ticker-emirates

Emirates plant Airbus-A350-Einsätze um

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack