Lufthansa-Jet in Frankfurt: Wie gut läuft es im Oktober?

PersonalmangelLufthansa-Crews warnen: «Flugbetrieb in Frankfurt kurz vor Kollaps»

Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der deutschen Airline sind alarmiert. Wegen hoher Krankenstände und Personalmangel sehen sie Lufthansa vor großen Problemen stehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Im Vergleich zu 2022 läuft es im laufenden Jahr deutlich besser im Luftverkehr. «Wir sind einen großen Schritt vorangekommen», sagte vergangene Woche auch Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr bei einer Medienveranstaltung. Er bezog sich dabei sowohl auf die Servicequalität als auch Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Er sagte aber auch: «Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen.»

Denn Fakt ist: Die Nachfrage bleibt hoch, das Angebot aufgrund verschiedener Faktoren begrenzt. Da wäre zum einen das Problem der fehlenden Flugzeuge - wegen Lieferschwierigkeiten bei Sitzen, wegen außerplanmäßiger Wartungen infolge von Triebwerksproblemen, wegen Verzögerungen bei Zertifizierungen. Aber auch auf der Personalseite gibt es Probleme.

Viele Flüge mit weniger Crew als vorgesehen

Gerade am Standort Frankfurt ist der Druck groß, wie ein Schreiben der Personalvertretung der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zeigt, das aeroTELEGRAPH vorliegt. Darin werden deutliche Worte gewählt. Die Meldungen, die man täglich aus dem Betrieb erhalte «sowie der Ausblick auf die Planung Oktober lassen uns fürchten, dass der Flugbetrieb in Frankfurt kurz vor dem Kollaps steht».

Täglich gebe es momentan eine «lange Liste» von Flügen, die Frankfurt mit weniger Crewmitgliedern an Bord als vorgesehen verlassen. Und auch für den Oktober sehe es nicht gut aus. Der Flugplan, der sich aktuell in der Planungsphase befindet, passe nicht mit den Einsatzplänen zusammen.

Probleme auch in München

Das heißt: Gewisse Positionen in der Kabine könnten aktuell überhaupt nicht besetzt werden. Hört man sich im beim Kabinenpersonal um, liegt die Schuld aber nicht nur bei Lufthansa. Zu der knappen Personalsituation kommt aktuell auch ein hoher Krankenstand. Und das ist bei geringen Reserven immer ein Risiko.

Das sei in Frankfurt das größte Problem, aber es gebe auch Schwierigkeiten am zweiten Drehkreuz München. Dort herrsche aktuell etwa wegen des Oktoberfestes ein hoher Krankenstand, was den arbeitenden Crews am Standort in Bayern sehr zusetze.

Forderung nach Krisenteam

Die Personalvertretung fordert das Unternehmen jetzt auf, ein Krisenteam einzusetzen, «welches analysiert, wie es zu diesen eklatanten Fehlplanungen und der aktuellen Situation kommen konnte.» Auch dem Kabinenpersonal sei daran gelegen, dass sich der Flugbetrieb stabilisiert.

Lufthansa will sich zur Thematik im aktuellen Zeitpunkt nicht äußern.

Mehr zum Thema

Das Schreiben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft: 13 Chefs stehen zusammen.

Airlines und Flughäfen warnen vor weiteren Problemen

Business-Class-Essen bei Swiss: Servierzeitpunkt sorgte für Protest.

Business-Service sorgt bei Swiss weiter für rote Köpfe

Vorfeldmitarbeiter beladen ein Flugzeug: Die Luftahrtbranche in Deutschland braucht Mitarbeitende aus dem Ausland.

Am Flughafen Frankfurt fehlen 12.000 Mitarbeitende

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies