Jet von Lufthansa: Viele müssen am Boden bleiben.

Flugbegleiter-StreikLufthansa und Ufo wollen verhandeln - Verdi attackiert

Schlichtung in Sicht? Während des Streiks der Flugbegleiter zeigen sich Lufthansa und die Gewerkschaft Ufo gesprächsbereit. Verdi kritisiert beide Seiten heftig.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der von der Kabinen-Gewerkschaft Ufo ausgerufene Streik der Flugbegleiter bei Lufthansa hat in der Nacht auf Donnerstag begonnen. Er soll 48 Stunden dauern und hat zur Absage von 1300 Flügen geführt. Nun zeigt sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprächsbereit.

Nach einem konstruktiven Gespräch mit Spitzenvertretern von Verdi und CU (Cabin Union) am Mittwochabend sehe man sich nun in der Lage, Gespräche mit allen drei Gruppen aufzunehmen, so Spohr. «Dieses schließt ausdrücklich auch wieder Gespräche mit der Ufo ein – mit dem Ziel, im Interesse unserer Kunden und Mitarbeiter die gestern von der Ufo angebotene Schlichtung zu vereinbaren.» Zuvor hatte Lufthansa Gespräche mit Ufo abgelehnt und erklärt, die Gewerkschaft sei nicht vertretungsberechtigt.

Verdi greift Lufthansa und Ufo an

Ufo zeigt sich offen für Gespräche über eine Schlichtung. Man werde von Lufthansa-Arbeitsdirektorin Bettina Volkens angeregte Gespräche über das Wochenende wahrnehmen, erklärte ein Ufo-Vertreter der Nachrichtenagentur DPA. Der Streik soll demnach Freitag bei Lufthansa fortgesetzt, aber nicht auf andere Airlines des Konzerns ausgeweitet werden.

Heftige Kritik kam am Nachmittag von der Gewerkschaft Verdi. In einer Mitteilung unter dem Titel «Lufthansa finanziert Ufo den Streik» schreibt sie: «Ohne Not, mit vorhersehbarer geringer Streikbeteiligung, wurden Tausende Flüge unnötig vorab durch die Lufthansa gecancelt. Angesichts der heute rund 100 Streikenden in Frankfurt und rund 50 Streikenden in München dränge sich Verdi der Verdacht auf, dass weit über 100.000 Passagiere unnötig abgestraft wurden, um den nach Presseberichten augenscheinlich unter schweren Korruptionsverdacht geratenen Verein UFO e.V. wieder salonfähig zu machen.»

Kritik an aktueller Vereinbarung

Nach dem Gespräch zwischen dem Lufthansa-Vorstand und Verdi ziehe man ein skeptisches Resümee. «Die Spirale der Auseinandersetzungen drehe sich derzeit nicht um das Wohl der Kabinenbeschäftigten, sondern um das politisch selbstgeschaffene Bollwerk zwischen Ufo und Lufthansa.» Das müsse sich sofort ändern. Notwendig sei ein klares Tarifwerk, das schnell Verbesserungen ermögliche. «Verdi sieht das Kernproblem, um überhaupt Verbesserungen zu erreichen, in einer Vereinbarung - zwischen den derzeitigen Tarifpartnern Ufo und Lufthansa - die 'Monitoring' genannt wird.» Diese Vereinbarung schreibe eine stetige Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen fest.

Mehr zum Thema

Flieger von Lufthansa: Am Donnerstag und Freitag öfter am Boden.

Lufthansa annulliert 1300 Flüge

ticker-lufthansa

Lufthansa, Austrian Airlines und ITA Airways nehmen Flüge nach Riyadh und Amman wieder auf

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Airbus A350-1000 in Lufthansa-Lackierung: Er wird die Registrierung D-AIFA tragen.

Lufthansas erster Airbus A350-1000 kommt im Herbst – und trägt Jubiläumslackierung

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin