Flieger von Lufthansa und Air Berlin: Noch stehen viele Entscheidungen aus.

Air-Berlin-ÜbernahmeLufthansa bekommt Gegenwind aus der EU

Die Fluggesellschaft muss sich auf Auflagen der EU-Kommission gefasst machen. Sie sieht Anzeichen für einen zu hohen Marktanteil Lufthansas auf einigen Strecken.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eigentlich schien es, als stehe der ganzen Sache nichts mehr im Weg. Doch nun droht der Lufthansa bei der Übernahme von großen Teilen der Konkurrentin Air Berlin offenbar Gegenwind aus Brüssel. Darauf lässt zumindest schließen, was EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagt. «Auf einigen Strecken gibt es jetzt einen sehr hohen Marktanteil oder sogar ein Monopol», so die Politikerin. Und das führe oft zu schlechteren Bedingungen für die Passagiere und höheren Preisen. «Das zu verhindern, ist unsere Aufgabe.»

Eine Entscheidung der Kommission gebe es aber noch nicht. Noch habe die Lufthansa die geplante Übernahme auch gar nicht in Brüssel angemeldet. Erst dann kann sich die EU mit möglichen Auflagen auseinandersetzen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zum Thema gesagt, dass man Auflagen akzeptieren werde, sollten diese angemessen sein.

Easyjet-Verhandlungen stocken

Was Lufthansa ebenfalls wenig gelegen kommen dürfte, sind die stockenden Verhandlungen mit Easyjet. Noch vor einigen Wochen schien es sicher, dass die Billigairline neben Lufthansa zum Zug kommt und über 30 Flugzeuge der Air Berlin übernimmt. So sicher, dass sich Ryanair-Chef Michael O'Leary in der Öffentlichkeit wiederholt über die Pläne empörte und sie als abgekartetes Spiel bezeichnete. Doch ganz so einfach ist es offenbar doch nicht.

Laut Brancheninsidern will Easyjet inzwischen weniger Flieger als zunächst gedacht – es soll um rund 25 Jets gehen. Und auch nur, wenn es dafür einen guten Preis gibt. Bisher scheinen die Briten mit den Verhandlungen nicht zufrieden, ein Ergebnis der Verhandlungen steht aus, auch wenn es eigentlich schon am Freitag hätte bekanntgegeben werden sollen. Auch die Exklusivität der Verhandlungen mit Easyjet ist inzwischen nicht mehr gegeben. Air Berlin redet deshalb inzwischen auch wieder mit Condor.

Wettbewerbssituation unklar

Für Lufthansa ist all das relevant, weil das Ergebnis sich auf die Wettbewerbssituation – und damit auch auf die Bewertung der Kartellwächter der EU auswirkt. Sollte Eaasyjet also weniger Flieger und Slots von Air Berlin erhalten, würde Lufthansa dadurch stärker aus den Kaufverhandlungen hervorgehen. Die EU-Kommission könnte dann mehr Einwände gegen den geplanten Kauf von 81 Fliegern haben.

Video

eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg