Startende Douglas DC-8 der ehemaligen Swissair Anfang der Achtzigerjahre: Mit dem Aufkommen von Umweltauflagen vor rund 40 Jahren verschwanden die Rauchschwaden immer mehr.

Neue Richtlininen der IcaoLuftfahrtbranche reduziert Feinstaub-Emissionen

Flugzeughersteller und Triebwerksproduzenten müssen ab 2020 strengere Feinstaub-Grenzwerte einhalten. Das hat die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation Icao beschlossen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

So manch deutscher Autofahrer reagiert bei dem Thema sensibel. Seit der Einführung von Fahrverboten für Dieselautos in Hamburg und Stuttgart wird hitzig über die Grenzwerte von Kohlendioxiden diskutiert. Auch über die Belastung durch Stickoxide und Feinstaub ist längst eine Debatte zwischen Wissenschaft, Politik, Industrie und Verbraucher entbrannt.

Meist werden im selben Atemzug wie Autos oft nur Heizungskamine als Mittäter in Sachen Feinstaub-Partikel genannt. Doch die Schadstoffe werden auch in der Luftfahrt ausgestoßen. Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation Icao hat darum jetzt neben neuen CO2-Standards auch deutlich verschärfte Regeln für den Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden festgelegt.

Gefährlicher als Diesel-Autos

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verband Richtlinien für Feinstaub festsetzt. Bereits seit den 1980er-Jahren schreibt die Icao Flugzeug- und Triebwerksherstellern unter anderem auch Feinstaub-Grenzwerte vor. Sie verschärfte sie seitdem öfters. Entsprechend sauberer sind die Jets geworden. Noch in den Siebzigerjahren zogen Flieger beim Start riesige schwarze Rauchschwaden hinter sich her. Das ist Geschichte. Gelöst ist das Problem damit aber noch nicht.

Zwar stoßen Luftfahrzeuge den Feinstaub nicht in direkter Nähe von Passanten aus. Doch wo Menschen in Kontakt mit den Abgasen eines Flugzeuges kommen, kann der Feinstaub sogar gefährlicher sein als der von Autos. Im Gegensatz zu den Staubteilchen von Dieselwagen, sind die Partikel eines Jet-Triebwerkes feiner. Sie geraten somit tiefer in die Lunge. Zudem produziert ein Verkehrsflugzeug am Boden auch mehr Partikel. «Im Rollschub entspricht eine Sekunde Laufzeit etwa 60 Kilometer Autofahrt von einem Euro-6-Dieselfahrzeug mit Filter», verriet Benjamin Brem, Umweltingenieur des staatlichen Instituts für Materialwissenschaften der Schweiz, dem Sender Deutschlandradio.

Keine Auswirkungen auf Airlines

Die neuen Richtlinien der Icao treten am 1. Januar 2020 in Kraft. Das neue Reglement sei im Vergleich zu den vorherigen Grenzwerten sehr ambitioniert, konstatiert die schweizerische Luftfahrtbehörde Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl. Um trotzdem zu einem Konsens in der Gemeinschaft der Icao-Länder zu kommen, habe es daher Ausnahmen gebraucht.

So betreffen die neuen Regeln zuerst nur Flugzeuge, die neu entwickelt werden. Zudem gelten sie bei Flugzeugen mit weniger als 19 Plätzen frühestens drei Jahr später. Und nicht zuletzt wurden einige wenige nicht-westliche Flugzeugtypen ausgenommen. Für bereits in Produktion befindliche Flugzeugtypen bleibt den Herstellern bis zum Jahr 2028 Zeit, um die Grenzwerte anzupassen.

Mehr zum Thema

Reto Knutti: «Kein anderer Bereich wächst in puncto CO<sub>2</sub>-Emissionen so stark.»

«Wir müssen mittelfristig den Ausstoß auf null bringen»

Luftfahrt: Kommt die Schweizer Klimaabgabe?

7 Euro für jeden abfliegenden Passagier

ticker-icao

ACT-LTAG: Icao startet neues Programm für klimaneutrale Luftfahrt bis 2050

ticker-icao

22 Staaten unterstützen Plan der Icao für emissionsfreie Luftfahrt - aber nicht Deutschland, Luxemburg, Österreich und die Schweiz

Video

Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack