Dreamliner-Werbung von Lot: Hilflos ohne Beihilfen.

Lot beantragt Staatshilfe

Die polnische Nationalairline braucht von der Regierung Hunderte Millionen Euro. Dafür muss sie ein Drittel ihrer Stellen abbauen und Strecken streichen.

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Im September gab man sich auf der Teppichetage der Airline noch äußerst zuversichtlich. Im Vergleich zu anderen europäischen Fluggesellschaften gehe es Lot gut, sagte damals Marcin Piróg. Eine Absturzgefahr gebe es nicht, so der Vorstandsvorsitzende. Die Ergebnisse hätten sich deutlich verbessert. Für 2013 rechneten die Verantwortlichen vor zwei Monaten gar noch mit schwarzen Zahlen. Doch nun sieht es plötzlich anders aus. Die nationale polnische Fluglinie beantragte nun bei der Regierung einen Unterstützung über 400 Millionen Zloty (rund 98 Millionen Euro/120 Millionen Franken). Eine Sprecherin des Finanzministeriums bestätigte entsprechende Medienberichte.

Die 400 Millionen sind nur eine erste Tranche. Insgesamt soll Lot Staatshilfen von über eine Milliarde Zloty benötigen, wie die Zeitung Gazeta Wyborcza berichtet. Im Gegenzug muss die Airline eine tiefgreifende Restrukturierung planen. Es brauche ein schnelles Handeln, so die Sprecherin des Finanzministeriums weiter. Im Rahmen des Sparprogramms könnten gemäß dem Blatt 600 der 2000 Stellen wegfallen. Auch eine Boeing B737 solle stillgelegt werden.

Information der Mitarbeitenden

Das ist allerdings noch lange nicht alles. Ab April soll Eurolot alle Inlandsflüge übernehmen. Lot selbst will diverse unrentable Strecken in Europa streichen. Der Anteil des Langstreckenverkehrs soll von heute 20 auf künftig 40 Prozent steigen, da er mehr Geld einbringt, wie die Gazeta Wyborcza schreibt. Am Mittwoch will das Management den Sparplan mit den Mitarbeitern besprechen.

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