Die libysche Antonow An-74: Objekt des Streites.

Feilschen um Gaddaffis Luxusjet

Libyen und die Ukraine streiten um eine Antonow An-74 des früheren Diktators. Der Deal: Flieger gegen Gefangene.

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25 Millionen Dollar soll die Maschine Wert sein. Die Kabine des Flugzeuges ist ausgestattet mit edlem weissen Leder und noblen Hölzern, Gold und Edelsteinen. Die exklusive Antonow Anv-74 gehörte dem libyschen Diktator Muammar Gaddafi und steht seit dessen Sturz in der Ukraine. «Oberst Gaddafi hatte einen Vertrag mit unserem Land geschlossen, um Antonows zu reparieren. Eines der Flugzeuge steht noch immer am Frachtflughafen Gostomel nordwestlich von Kiew», sagte eine Quelle aus der ukrainischen Verhandlungsdelegation der russischen Tageszeitung Komsomolskaya Prawda. Die Ukraine verlangt, dass das heutige Libyen die Reparaturkosten bezahlt, bevor das Flugzeug zurückgegeben wird.

In Tripolis stellt sich die aktuelle Regierung den Deal allerdings anders vor. Die Antonow soll gegen zwanzig ukrainische Gefangene ausgetauscht werden . Diese wurden im Bürgerkrieg im August 2011 verhaftet. Die Anschuldigung, Scharfschützen im Auftrag von Gaddafi zu sein, wurde später geändert. Die Gefangenen beteuern stets, dass sie als zivile Arbeiter nach Libyen gekommen seien und nichts mit der Armee zu tun hätten. Neben den zwanzig Ukrainern sind noch zwei Russen und drei Weissrussen in Haft.

Modifizierte Frachtmaschine

Die Quelle mit Verbindungen zum ukrainische Geheimdienst beschwichtig und spricht von einem normalen Dialog, in dem beide Seiten feilschen. «Wer in Libyen ein soll grosses Gerät sein eigen nennen kann, hat nicht nur den Respekt sondern markiert damit auch eine gewichtige Rolle in der Regierung», ergänzte die ukrainische Quelle. Gaddafi kaufte die Antonow 2009. Sie ist ein umgebauter Frachtflieger. Gaddafis Version ist vermutlich eine An-74TK-300. Die Version für zivile Einsätze wurde mit effizienteren Treibwerken ausgestattet, welche traditionell unter den Tragflächen angebracht sind. Dafür wurde die Eigenschaft verloren, auf sehr kurzen Pisten zu landen und starten, was das Flugzeug aber im Unterhalt viel günstiger macht.

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