Die libysche Antonow An-74: Objekt des Streites.

Feilschen um Gaddaffis Luxusjet

Libyen und die Ukraine streiten um eine Antonow An-74 des früheren Diktators. Der Deal: Flieger gegen Gefangene.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

25 Millionen Dollar soll die Maschine Wert sein. Die Kabine des Flugzeuges ist ausgestattet mit edlem weissen Leder und noblen Hölzern, Gold und Edelsteinen. Die exklusive Antonow Anv-74 gehörte dem libyschen Diktator Muammar Gaddafi und steht seit dessen Sturz in der Ukraine. «Oberst Gaddafi hatte einen Vertrag mit unserem Land geschlossen, um Antonows zu reparieren. Eines der Flugzeuge steht noch immer am Frachtflughafen Gostomel nordwestlich von Kiew», sagte eine Quelle aus der ukrainischen Verhandlungsdelegation der russischen Tageszeitung Komsomolskaya Prawda. Die Ukraine verlangt, dass das heutige Libyen die Reparaturkosten bezahlt, bevor das Flugzeug zurückgegeben wird.

In Tripolis stellt sich die aktuelle Regierung den Deal allerdings anders vor. Die Antonow soll gegen zwanzig ukrainische Gefangene ausgetauscht werden . Diese wurden im Bürgerkrieg im August 2011 verhaftet. Die Anschuldigung, Scharfschützen im Auftrag von Gaddafi zu sein, wurde später geändert. Die Gefangenen beteuern stets, dass sie als zivile Arbeiter nach Libyen gekommen seien und nichts mit der Armee zu tun hätten. Neben den zwanzig Ukrainern sind noch zwei Russen und drei Weissrussen in Haft.

Modifizierte Frachtmaschine

Die Quelle mit Verbindungen zum ukrainische Geheimdienst beschwichtig und spricht von einem normalen Dialog, in dem beide Seiten feilschen. «Wer in Libyen ein soll grosses Gerät sein eigen nennen kann, hat nicht nur den Respekt sondern markiert damit auch eine gewichtige Rolle in der Regierung», ergänzte die ukrainische Quelle. Gaddafi kaufte die Antonow 2009. Sie ist ein umgebauter Frachtflieger. Gaddafis Version ist vermutlich eine An-74TK-300. Die Version für zivile Einsätze wurde mit effizienteren Treibwerken ausgestattet, welche traditionell unter den Tragflächen angebracht sind. Dafür wurde die Eigenschaft verloren, auf sehr kurzen Pisten zu landen und starten, was das Flugzeug aber im Unterhalt viel günstiger macht.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack