A320 von Afriqiyah: Die Airline will größere Jets.

Afriqiyah setzt auf Airbus

Die libysche Airline bestellte drei A330 und least nun noch zwei weitere hinzu. Seit Kurzem fliegt sie auch wieder nach London.

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Es sind immer noch die Nachwirkungen des Krieges und der nach wie vor instabilen Sicherheitslage. Ein Flugzeug der libyschen Staatsairline Afriqiyah Airways ist derzeit fluguntauglich, nachdem ein nicht identifizierter Schütze es mit seiner Pistole schwer beschädigte. Bis er repariert sei, sei der Airbus A330 nicht nutzbar, berichtet die Nachrichtenseite Arabian Aerospace. Wann er wieder einsetzbar sein werde, ist nicht klar. Und das genau in der Zeit, in der die Buchungen bei der Fluggesellschaft offenbar stark zunehmen. Wie die Nachrichtenseite weiter berichtet, ist die Nachfrage stark angestiegen, weil viele Libyer die Pilgerreise nach Mekka unternehmen wollen. Dafür sollte auch der nun beschädigte Jet eingesetzt werden.

Laut der Botschaft Saudi Arabiens in Libyen habe man eine Rekordzahl an Visa für Pilger in der Ramadanzeit ausgestellt. Obwohl neben Afriqiyah auch Libyan Airlines während der Fastenzeit tägliche Flüge anbietet, würden diese nicht ausreichen, um die Nachfrage zu bedienen. Daher leaste Afriqiyah nun zwei zusätzliche Langstreckenjets von Typ A330. Nicht nur das: Wie die Orderzahlen der Farnborough Airshow aus dem letzten Monat zeigen, hat die Airline auch drei A330 Langstreckenjets bei Airbus direkt bestellt. Gleichzeitig wurde eine Bestellung für A321 storniert. 2013 und 2014 sollen die Langstreckenjets ausgeliefert werden.

Wieder Flüge nach Europa

Offenbar geht man in Libyen also von einer steigenden Nachfrage aus. Nach den Kämpfen in Libyen war sie - wie die zweite Airline Lybian - stark angeschlagen. Doch inzwischen operiert sie wieder, auch nach Europa. Die aktive Flotte besteht aus insgesamt acht A319 und A320-Jets. Durch einen Wetlease-Vertrag mit der tunesischen Nouvelair, die Wartung und Crew für den A320 stellt, konnte die Airline ein Flugverbot in die Europäische Union umgehen, das die Regierung des Landes ihr selbst auferlegt hatte. Man wollte einer Platzierung auf der Schwarzen Liste der EU zuvorkommen. So hat die Fluglinie etwa Anfang Juli den Londoner Flughafen Gatwick wieder in ihre Destinationen aufgenommen, den sie nun drei Mal in der Woche anfliegt.

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