Airbus A380: Derzeit eher ein Ladenhüter.

AmedeoLeasingfirma plant eigene A380-Airline

Die Leasingfirma Amedeo erhält weitere 20 A380, findet aber keine Abnehmer. Darum will sie die Flugzeuge gleich selbst betreiben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Not macht erfinderisch. So zumindest könnte man die Pläne interpretieren, welche die irische Leasingfirma Amedeo hegt. Im kommenden Jahr will das Unternehmen ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: air operator's certificate oder kurz AOC) beantragen, verrät Geschäftsführer Mark Lapidus der Zeitung Financial Times. Sein Plan: Er will eine Airbus-A380-Airline gründen.

12 Superjumbos befinden sich im Portfolio von Amedeo, 20 weitere hat die Firma bestellt. Das Problem: Die Nachfrage nach den Riesenfliegern ist derzeit nicht sehr groß, weil viele Fluglinien auf kleinere Flugzeuge setzen, mit denen sie flexibler planen können. Auf mehr Flexibilität und neue Geschäftsmodelle setzt offenbar auch Lapidus. Ab 2022 will Amedeo Plätze in den eigenen A380 an andere Anbieter wie Fluglinien, Reisebüros aber auch branchenfremde Unternehmen wie Airbnb verkaufen.

Ein bisschen Verzweiflung spielt mit

«Joint Ventures und Codeshares haben Reisende bereits daran gewöhnt, bei einem Anbieter zu buchen und mit dem anderen zu fliegen», so Lapidus zur Financial Times. Das neue Angebot gehe auf diese Entwicklung ein. Die Fluggesellschaften oder anderen Anbieter würden die Tickets über ihre Kanäle verkaufen, an Bord würde die Passagiere dann aber der Service von Amedeo bekommen. Dieser sei dann auf einem Niveau wie bei anderen Fluglinien, so Lapidus.

Das Ganze entsteht nicht ganz ohne Verzweiflung. Denn: Noch hat Amedeo für die 20 noch ausstehenden Bestellungen keine Abnehmer gefunden. Kein Wunder also, dass sich das Unternehmen Gedanken darüber macht, wie man die Flugzeuge nutzen kann. Er befinde sich aber bereits in Gesprächen mit potenziellen Kunden, so Lapidus. Gerade für Airbnb sei das Modell attraktiv. Die Ferienwohnungs-Plattform suche nach Möglichkeiten, in den Luftfahrtmarkt einzusteigen, ohne sich mit den hohen gesetzlichen Anforderungen herumzuschlagen.

Keine Konkurrenz zu Airlines

«Das sollte gut für sie funktionieren», so Lapidus. «Sie behalten die Kunden und die Margen und wir verlangen sehr transparente und kompetitive Gebühren.» Er besteht aber auch darauf, nicht mit Fluglinien in Konkurrenz treten zu wollen. «Wir wollen vielmehr die Lücken in ihrem Angebot füllen», sagt er. Das Ganze sei nicht einfach eine klassische Charterairline, fügt er an, sondern gehe «weit über das hinaus.» Details gibt der Manager dazu allerdings nicht.

Mehr zum Thema

Airbus A380 mit Triebwerken von Engine Alliance: Problem mit einer Dichtung.

FAA schickt Airbus-A380-Triebwerke in die Werkstatt

So wird es im Oberdeck der Airbus A380 von British Airways  aussehen: 106 Sitze nur in der Business Class.

British Airways zeigt die größte Business Class der Welt

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

 Airbus A380 von Global Airlines: Droht jetzt das Ende?

Die Luft für Superjumbo-Airline Global Airlines wird dünner

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin