Einstiger Flieger von Adria Airways: Insolvenz seit Herbst 2019.

Heikle LageLeasingfirma holt sich Jets von Adria Airways zurück

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden, nahm eine Leasingfirma der slowenischen Nationalairline zwei Flieger weg. Adria Airways spricht von einem «schwierigen Umfeld».

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Seit vielen Wochen kämpft Adria Airways mit Annullierungen und Verspätungen. Wetter, Personalmangel und unerwartet lange Wartungsarbeiten hätten dazu geführt, erklärte das Management vor Kurzem. Jetzt haben sich die Probleme unerwartet verschärft.

Wie die Fluggesellschaft der slowenischen Nachrichtenagentur STA bestätigte, hat das irische Leasingunternehmen Trident Aviation Leasing Service die Verträge für zwei Bombardier CRJ 900 am Donnerstag annulliert. Der Grund dafür sind nicht bezahlte Rechnungen. Weil nun zwei Flugzeuge fehlen, musste Adria Airways am Freitag (20. September) diverse Flüge streichen, so die Morgenflüge nach München, Wien und Zürich.

Behörde verfolgt Lage genau

In einer Pressemitteilung spricht die slowenische Nationalairline von einem «schwierigen geschäftlichen Umfeld», dem man sich gegenüber sehe. Man suche nun nach Lösungen, um den Betrieb zu stabilisieren. Adria Airways versuche, alle Flüge durchzuführen. Wie die slowenische Aufsichtsbehörde gegenüber STA sagte, verfolge man die Lage bei der Fluglinie «von Stunde zu Stunde».

Ein Problem hat Adria Airways immerhin schon gelöst. Anfang dieser Woche hat sich das Management definitiv mit der slowenischen Pilotenvereinigung auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Dadurch finden die angekündigten Streiks an vier Tagen im September und Oktober nicht statt, welche die Lage sonst nochmals verschlechtert hätten.

Kein Erfolg bei Partnersuche

Die deutschen Eigentümer von Adria Airways hatten im Juli angekündigt, einen strategischen Partner zu suchen. Bisher wurde aber keiner präsentiert. Die Regierung in Ljubljana zeigt sich schon länger besorgt über die Situation der Fluglinie und denkt auch schon über Alternativen nach.

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