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Basis wird geschlossen

Lauda sagt Wien Servus, Tschüss und Baba

Kein Happy End: Die Ryanair-Tochter schließt ihre größte Basis. Trotz Abzug aus Wien macht Lauda aber in Düsseldorf, Palma und Stuttgart weiter.

Lauda

Flieger von Lauda: Abschied aus Wien.

Niki Lauda ist ein Nationalheld in Österreich. Eine seiner letzten Aktionen als Unternehmer war der Verkauf der aus Niki entstandenen Laudamotion an Ryanair. Die Iren bauten die Fluggesellschaft seither konsequent zur Billigairline um. In Wien sollte sie zur Nummer eins werden.

Als Lauda trägt die Fluggesellschaft den Namen ihres Gründers bis heute in die Welt. Doch genau am Geburtsort des ehemaligen Formel-1-Stars und Selfmade-Multimillionärs ist sie bald nicht mehr zu sehen. Und beschlossen wurde das fast genau ein Jahr nach seinem Todestag am 20. Mai 2019. Man habe entschieden, die Basis in Wien am 29. Mai zu schließen, teilt Lauda am Freitag (22. Mai) mit.

300 Arbeitsplätze weg

Das sei «ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die Gewerkschaft Vida es versäumt hat, einen neuen adaptierten Kollektivvertrag zu unterzeichnen», heißt es in der Mitteilung von Lauda. Dabei habe sich die Mehrheit der Angestellten für den neuen Vertrag ausgesprochen. Folge der Schließung ist der Verlust von 300 Arbeitsplätzen von Piloten und Flugbegleitern.

In den Verhandlungen um die Zukunft des Standortes Wien forderte das Management von Lauda zuletzt tiefe Einschnitte. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen: Piloten sollen eine Lohnkürzung von 15 Prozent, Flugbegleiter eine von 5 Prozent akzeptieren. Viele waren dazu auch bereit. Doch die Gewerkschaft Vida unterzeichnete den neuen Kollektivvertrag nicht.

Flughafen Wien kämpft weiter

Die Gewerkschaft argumentierte gemäß der Kronenzeitung, sie wolle sich «nicht erpressen lassen». Man unterzeichne keinen Kollektivvertrag, «der mit 848 Euro Netto-Einstiegsgehalt für Flugbegleiter klar unter der Mindestsicherung in Wien von 917 Euro und noch deutlicher unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1259 Euro liegt».

Der Flughafen Wien kämpft trotzdem noch weiter. «Auch wenn die Fronten zuletzt verhärtet waren, so ist jetzt Verantwortungsbewusstsein gefragt», erklärt Vorstand Günther Ofner in Bezug auf Lauda. «Ein Zurück an den Verhandlungstisch ist das Gebot der Stunde.» Ryanair hat bereits angekündigt, andere Töchter wie etwa Malta Air oder die polnische Buzz nach Wien zu schicken und das Angebot zu erhalten.

Anderswo bleibt Lauda

Nicht betroffen von der Schließung sind die anderen Basen von Lauda. In Düsseldorf, Palma und Stuttgart macht die Billigairline weiter. Die geplante neue Basis im kroatischen Zadar wird jedoch nicht eröffnet. In Wien dagegen heißt es jetzt: Servus, Tschüss und Baba.



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