Lauda-Air-Maschine: Schon lange in Kontrolle von Austrian

Das Ende von Lauda Air

Ab Ende August wird die vom ehemaligen Rennfahrer Niki Lauda gegründete Marke Geschichte sein.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Medien bezeichneten die Ereignisse im Herbst 2000 als «Luftschlacht». Sie endete mit der Kapitulation von Niki Lauda. 1979 hatte der mehrfache Formel-1-Weltmeister seine eigene Fluggesellschaft gegründet. Nach Startschwierigkeiten wurde Lauda Air immer erfolgreicher und wuchs prächtig. Zum Chartergeschäft kamen Linienflüge hinzu. Das blieb auch der Konkurrenz nicht verborgen. 1997 stiegen Austrian Airlines und Lufthansa als Aktionäre ein. Die Österreicher kauften 36 Prozent, Lufthansa übernahm 20 Prozent. Doch die Partnerschaft harmonierte nicht. Die österreichische Nationalairline wollte mehr Einfluss. Zudem wollte sie auch Lauda-Chef Niki Lauda loswerden. Für Dezember hatte AUA deshalb bereits eine außerordentliche Hauptversammlung angekündigt, um den Firmenlenker seines Postens zu entheben. Doch der Gründer hatte keine Lust mehr auf die Querelen und zog sich zurück. Er gründete umgehend eine neue Fluglinie - Niki.

Der Name Lauda Air blieb bestehen. Als Charter- und Ferienflieger fliegt sie zur Zeit mit einer letzten Boeing B737 für Austrian Airlines. Doch auch damit ist es Ende des Monats vorbei, Die Marke Lauda Air ist dann mit der Übergabe des letzten Fliegers an die Muttergesellschaft Geschichte, ihre Flüge führt dann AUA unter dem eigenen Namen durch. Der ehemalige Chef und Namensgeber trägt das mit Fassung. Den Namen zurückkaufen wolle er nicht, so Lauda, «Ich habe zwei Airlines gegründet, ein drittes Mal mach ich das nicht. Die Zeiten haben sich geändert», sagte er in der österreichischen Zeitung Sonntagspresse. Seit 2011 ist Fly Niki eine Tochter von Air Berlin.

Auch selbst als Kapitän an Bord

Doch so ganz kann man ihm die Coolness nicht abnehmen. Denn immerhin gibt der Unternehmer auch zu: Der Zusammenschluss mit der AUA «war mein größter Fehler.» Neben seinem Posten als Vorstandschef setzte er sich hin und wieder auch noch selbst ins Cockpit und begrüßte die überraschten Passagiere als Flugkapitän mit den Worten «Mein Name ist Niki Lauda».

Doch bei Austrian wollte man ihn nach nur wenigen Jahren nicht mehr - weder als Kapitän noch als Vorstand. Nachdem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Fremdwährungsgeschäfte der österreichischen Fluglinie kritisiert hatte, die über eine italienische Tochter von Lauda Air abgewickelt wurden, zog AUA dei Notbremse. In einer «Notwehrmaßnahme», wie Lauda sie selbst nannte, verkaufte er fünf Flugzeuge aus seiner Flotte und mietete sie direkt wieder zurück. Damit flossen rund 72 Millionen Euro in die Kasse von Lauda Air. Der AUA-Vorstand kritisierte das als «panikartige Einmalaktion», die langfristig Mehrkosten verursache und drohte Lauda schließlich mit der Abwahl. Niki Lauda kam dieser zuvor und trat schließlich selbst von seinem Herzensprojekt zurück.

Von der Regionalairline zum ernstzunehmenden Konkurrenten

Gegründet hatte er seine Airline 1979 als kleine Regionalfluglinie. Nach und nach baute er sie zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Austrian aus und flog schließlich auch Ziele wie Bangkok, Hong Kong und Sydney an und wurde vom Charter- zum Linienflieger. Austrians Schritt war insofern logisch, als dass damit die Konkurrenz verringert wurde. Nachdem aus der Airline eine reine Marke wurde, verschwindet mit Ende des Monats auch diese aus Österreichs Luftfahrtmarkt - und damit endet endgültig eine Ära.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin