Boeing 737 Max von Flydubai: Landete außerplanmäßig im Iran.

FlydubaiLandung im Iran wird für Israelin zum Nervenkrieg

Ein Flug von Flydubai musste im Iran landen, weil der Kapitän bewusstlos wurde. Für eine Passagierin wurden die folgenden Stunden in Feindesgebiet zur Tortur.

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Wie jeden Tag führte Flydubai auch am 27. Oktober Flug FZ1942 durch. An jenem Tag war die Boeing 737 Max mit dem Kennzeichen A6-FED auf der Strecke Tashkent - Dubai unterwegs. Doch die Reise verlief für die 172 Insassen nicht so wie geplant.

Als sich die Boeing 737 Max gerade über dem Iran befand, wurde der Kapitän laut dem auf Zwischenfälle spezialisierten Portal Aviation Herald bewusstlos. Der Kopilot beantragte deshalb eine außerplanmäßige Landung. Das Flugzeug  landete deshalb rund 50 Minuten später sicher in Shiraz.

Gefahr, in Gefangenschaft zu geraten

Überhaupt nicht sicher fühlte sich eine der Reisenden an Bord. Eine 19-jährige Israelin hatte ihre Familie in Usbekistan besucht. Und sie war nicht einfach eine normale Reisende, sondern Soldatin.

Daher war für sie die Landung im Iran gefährlich. Mehr als neun Stunden lang war der Flieger von Flydubai in Shiraz am Boden, bevor es weitergehen konnte. Für die Frau waren es bange Stunden. Denn der Iran und Israel sind erklärte Feinde und die Soldatin lief Gefahr, in Gefangenschaft zu geraten.

Auch der Premier erfuhr von der Situation

Wie die Zeitung Times of Israel berichtet, rief die junge Frau ihre Eltern an und berichtete ihnen von der Situation. Die wiederum informierten den israelischen Geheimdienst Mossad. Sogar bis zu Premierminister Yair Lapid gelangte die Angelegenheit. Der war laut dem Zeitungsbericht gerade dabei, ein Abkommen mit dem Libanon zu unterzeichnen.

Der Geheimdienst setzte sich mit der Soldatin in Verbindung. Sie wurde angewiesen, ihre Identität geheimzuhalten und einen ausländischen Pass zu nutzen. Offenbar hatte sie auch einen russischen Pass dabei, den sie den Behörden vorzeigte. Schließlich ging nach ein paar bangen Stunden doch alles gut aus.

Erst Ersatzcrew suchen

Der israelischen Soldatin gelang es, wieder ins Flugzeug zu steigen und unerkannt weiter nach Dubai und von dort nach Israel zu fliegen. Das Flugzeug war so lange am Boden, weil es aufgrund der Erkrankung des Kapitäns mit einer Ersatzcrew weiterfliegen musste. Mit etwa elf Stunden Verspätung landete es schließlich in Dubai.

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