Flieger von Intersky: Die Airline steckt in Turbulenzen.

Sanierung in der SchwebeLage bei Intersky spitzt sich dramatisch zu

Der deutsche Investor zieht sich endgültig zurück. Damit sind wohl auch die Hoffnungen auf eine Sanierung von Intersky geplatzt. Es droht die Insolvenz.

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Nach dem Nein des deutschen Investors zur Übernahme des gesamten laufenden Geschäfts müssen Eigentümer und Aktionäre von Intersky nun den zweiten Tiefschlag hinnehmen. Die MDA Mitteldeutsche Aviation will auch nicht mehr bei einem Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung mitmachen. Dies ergaben Recherchen von aeroTELEGRAPH. Offenbar ist der Finanzbedarf für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes höher als erwartet.

Der Sanierungsplan hätte eine massive Kürzung des Linienbetriebs von Intersky beinhaltet. So wären alle Flüge ab Memmingen und Zürich nach Einleitung und Bewilligung des Plans durch die Behörde umgehend eingestellt worden. Auch die Verbindung von Friedrichshafen nach Köln wäre ganz gestrichen worden. Nur noch die drei Routen Friedrichshafen - Berlin, Friedrichshafen - Düsseldorf und Friedrichshafen - Hamburg wären weiter betrieben worden. So wollte Intersky sparen.

Ohne frisches Geld wird es heikel

Dennoch hätte in den kommenden drei Monaten ein hoher Verlust resultiert. Dieses Geld hätte MDA zusätzlich zum Preis eines Kapitalanteils einschießen müssen. Dazu war der Investor offenbar nicht mehr bereit.

Voraussetzung für ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung ist nach österreichischem Recht, dass innerhalb von zwei Jahren mindestens 30 Prozent der Schulden bezahlt werden können und die Mehrheit der Gläubiger dem Sanierungsplan zustimmt. Diese Aufgabe wird nun noch einmal schwieriger, da mit der MDA ein potenzieller neuer Geldgeber abgesprungen ist. Ohne frisches Geld kann Intersky wohl nicht mehr lange weiterfliegen.

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