Jet von Kuwait Airways: Boeing erobert sich Terrain zurück.

MilliardenauftragKuwait Airways kauft Boeing 777

Die Nationalairline des Golfstaates wollte eigentlich 10 Airbus A350 kaufen. Jetzt aber bestellt Kuwait Airways 10 Boeing 777. Haben die Europäer das Nachsehen?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Rache ist bekanntlich süß. Nur einen Tag nachdem bekannt wurde, dass Airbus Boeing den Auftrag von Delta Air Lines über fünfzig Langstreckenflugzeuge wegschnappt, schlagen die Amerikaner zurück. Boeing konnte einen Auftrag von Kuwait Airways über zehn 777-300 ER einsammeln und damit Airbus eins auswischen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung. Die Order hätte einen Wert nach Listenpreisen von 3,3 Milliarden Dollar.

«Wir schätzen den Start einer neuen Partnerschaft mit Kuwait Airways», kommentiert Boeings Verkaufschef im Nahen Osten, Marty Bentrott. Dieses Anbändeln ist bitter für Airbus. Denn derzeit besteht die 24 Maschinen starke Flotte der Fluglinie fast nur aus Airbus-Jets. Nur vier Flieger von Boeing befinden sich darunter. Zudem konnte der europäische Flugzeugbauer Kuwait Airways Ende 2013 überzeugen, eine Absichtserklärung über den Kauf von zehn A350-900 zu unterzeichnen. Gleichzeitig wollte die Fluggesellschaft damals 15 A320 ordern.

Stimmungswechsel bei Kuwait Airways zeichnete sich ab

Diese Markentreue ist nun dahin und der Kauf der zehn A350 ist wohl gefährdet. Offiziell wurde die Absichtserklärung im Februar zwar in eine Bestellung umgewandelt. Ob sie tatsächlich auch umgesetzt wird, ist jedoch fraglich. Braucht Kuwait Airways wirklich so viele Langstreckenflieger und erst noch zwei verschieden Typen?

Der Stimmungswechsel bei Kuwait Airways zeichnete sich allerdings schon länger ab. Denn die Bevorzugung von Airbus war intern und extern von Anfang an umstritten - auch aus politischen Gründen. Schließlich waren es die Amerikaner, welche Kuwait im August 1990 befreiten, nachdem der irakische Diktator Saddam Hussein mit seinen Truppen einmarschiert war. Zudem sind die B777 schneller verfügbar.

Neue Flugzeuge als Ausweg aus der Krise

Kuwait Airways arbeitet seit längerem am Turnaround. Die Fluglinie ist chronisch defizitär. Mit neueren Maschinen will sie wieder in die Gewinnzone fliegen. Einerseits sollen die modernen Jets helfen Kerosin zu sparen. Andererseits sollen sie für neues Vertrauen bei den Passagieren sorgen.

Mehr zum Thema

Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Airbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie - und will bald über A350-2000 entscheiden

Condors künftige D-ANRR am 14. Oktober bei Airbus in Toulouse: einer der überprüften und verzögerten A330 Neo.

Airbus A330 Neo von Condor muss genauer inspiziert werden und verspätet sich

ticker-airbus-konzern-

Airbus-Prognose für 2045: Mehr als 45.000 Flugzeuge, pro Jahr 10 Milliarden Fluggäste, Boom bei Dienstleistungen

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca