Airbus A380 von Emirates an der Dubai Air Show: Diese Airline glaubt weiter an den Superjumbo.

«Ich würde den A380 fallenlassen»

Der A350-800 habe keine Chance, und die Tage des A380 seien gezählt. Diese Prognose macht einer der größten Kunden von Airbus.

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Tony Fernandes ist so etwas wie der asiatische Michael O'Leary. Der Chef von Air Asia ist mit seiner Strategie überaus erfolgreich. Und in Sachen Marketing muss man ihm nichts vormachen. Auch Fernandes fällt gerne mit flotten Sprüchen auf, die dann mitunter für Aufsehen und so Werbewirkung sorgen. Nun bekommt Airbus sein Fett weg. Man verhandle mit dem Flugzeugbauer über eine Bestellung von A330 für die Langstreckentochter Air Asia X. Diese können wirklich groß ausfallen, allerdings nur wenn Airbus den A330 mit ganz neuen Triebwerken ausstatte, erklärte er der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos.

Nebenher gibt der Air-Asia-Chef Airbus gleich auch noch Tipps zur Modellpolitik. Den A350-800 würde er als Chef von Airbus ganz aus dem Programm streichen. Neben dem A350-900, der A350-1000 und einem verbesserten A330neo habe die kürzeste Variante des A350 einfach keine Chance.

Keine Nachfrage mehr

Vom A380 hält Fernandes ebenfalls nicht viel. Dieses Modell würde er genauso fallenlassen. Er hätte den Superjumbo von Airbus sehr gerne bestellt, verrät er gegenüber Les Echos. «Doch ich glaube, dass die Tage der großen viermotorigen Jets gezählt sind.» Er spricht damit das aus, was inzwischen viele in der Branche denken. Doch mit der kürzlich an der Dubai Air Show erfolgten Bestellung von weiteren fünfzig A380 durch Emirates strafte Airbus alle Skeptiker Lügen. Der Glaubenskrieg um den A380 dürfte daher noch lange weitergehen.

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