Airbus A380 von Korean Air: Noch über vier Jahre länger im Einsatz.

LieferproblemeKorean Air plant noch länger mit ihren Airbus A380

Auch die südkoreanische Fluggesellschaft kämpft mit Lieferproblemen von Boeing. Daher unternimmt Korean Air Schritte, um ihre Airbus A380 noch deutlich länger einzusetzen als geplant.

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Er war schon totgesagt. Doch infolge der unerwartet starken Nachfrage nach der Pandemie erlebte der Airbus A380 bei vielen Airlines ein unerwartetes Comeback. Auch Lufthansa hat die Superjumbos aus der Wüste zurückgeholt und setzt alle ihre acht Exemplare wieder eifrig ein. Und das wegen Verspätungen bei den Lieferungen von neuen Langstreckenflugzeugen wohl noch länger als gedacht.

In Korea scheint sich eine ähnliche Entwicklung anzubahnen. Wie das Wirtschaftsportal The Asia Business Daily unter Berufung auf Mitarbeitende berichtet, hat Korean Air beschlossen, die Lebensdauer der Airbus A380 zu verlängern. Daher habe sie Ende des vergangenen Jahres einen Superjumbo zum großen D-Check zu Lufthansa Technik auf den Philippinen geschickt.

Korean Airs Airbus A380 soll bis 2030 fliegen

Der D-Check ist der aufwendigste Wartungstermin und findet etwa alle zwölf Jahre statt. Dabei wird das Flugzeug zur Inspektion und Überholung praktisch zerlegt. Das Ganze kann bis zu 50.000 Arbeitsstunden dauern - und ist entsprechend teuer. Deshalb nimmt man den Aufwand nur dann auf sich, wenn man noch länger mit einem Flugzeug fliegen will.

Den D-Check hat Korean Air laut Informationen des Portals beschlossen, um die Einsatzdauer des Airbus A380 bis nach 2030 zu verlängern. Ursprünglich hatte die Fluggesellschaft geplant, ihre Superjumbos im Jahr 2026 auszumustern. Aktuell fliegen noch vier der Doppeldecker für die Koreaner, sechs weitere kommen durch die Übernahme der Konkurrentin Asiana hinzu.

Auch Boeing 777X bestellt

Vor der Pandemie hatten zehn der Flugzeuge zur Flotte von Korean Air gehört. Inzwischen wurden schon einige in Rente geschickt und teilweise auch bereits zerlegt. Doch Lieferprobleme bei neuen Flugzeugen sorgen dafür, dass die Ausflottung noch einmal verzögert wird.

So kam etwa die Boeing 787-10 mit mehr als drei Jahren Verspätung erst im August letzten Jahres hinzu. Auch die 777X hat Korean Air bestellt. Der neueste Langstreckenjet des amerikanischen Flugzeugbauers kämpft ebenfalls mit Problemen. Eigentlich hätte das erste Exemplar bereits vor fünf Jahren ausgeliefert werden sollen. Doch Zertifizierungsprobleme und die Turbulenzen bei Boeing verzögern die Erstauslieferung immer weiter. Lufthansa rechnet derzeit mit einer Übernahme erst Ende 2026.

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