Alitalia-Jet: Bald keine französisch-niederländische Partnerschaft mehr.

Alitalia erklärt Easyjet den Krieg

Die Nationalairline verliert das Monopol auf der Rennstrecke zwischen Mailand und Rom. Der Billigflieger will davon profitieren. Alitalia schlägt zurück.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato war in ihrem Schiedsspruch eindeutig. Es dürfe nicht mehr sein, dass ausschließlich Alitalia zwischen der Wirtschaftsmetropole und der Hauptstadt hin- und herfliegen darf, befanden die italienischen Wettbewerbshüter Ende September. Die Nationalairline bietet derzeit zwischen Mailand Linate und Rom Fiumicino täglich mindestens 22 Flüge an. Die Behörde verfügte deshalb, dass die Fluggesellschaft ihr Monopol auf der attraktiven Strecke und acht Rechte auf der Strecke abgeben müsse. Mitte Oktober bestätigte ein Verwaltungsgericht das Urteil, reduzierte die Zahl der Slots indes leicht auf sieben. Fünf Konkurrenten interessierten sich in der Folge für eine Übernahme.

Nun ist klar, wer der neue Rivale sein wird. Easyjet erhielt Ende Oktober die Flugrechte zugeteilt. Mit dem Entscheid der Behörde sei die letzte wichtige Monopolroute in Europa gefallen, kommentierte Vorstandschefin Carolyn McCall. «Wir freuen uns, den Passagieren Reisen auf dieser wichtigen Strecke einfachere und günstigere Alternativen bieten zu können.» Die Briten wollen die Flüge zwischen Mailand und Rom bereits Anfang Januar aufnehmen. Zuerst werden sie fünfmal täglich mit einem Airbus A319 zwischen den beiden Städten hin- und herfliegen - vor allem morgens und abends.

Gegenseitige Gifteleien

Doch Alitalia will seine Stellung verteidigen. «Wir werden sehen, wie mutig sie sind und was sie außerordentliches anbieten werden», kommentierte Vorstandschef Andrea Ragnetti in der Tageszeitung Corriere della Sera. Aber es werde schwer werden, auf der Route profitabel zu sein. «Wenn sie uns den Krieg erklären, erklären wir ihnen auch den Krieg.» Easyjet fliegt derzeit bereits vier bis fünf Mal täglich zwischen Mailand Malpensa und Rom Fiumicino.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Easyjet-Chef kritisiert britische Flugsicherung als «nicht widerstandsfähig genug»

ticker-easyjet

Easyjet kündigt 18 neue Strecken ab Großbritannien an

ticker-easyjet

Easyjet nimmt drei neue Balkan-Strecken ab der Schweiz auf

Flughafen Nizza: Die Pisten sind unterschiedlich beleuchtet.

Easyjet stellte Beinahekollision von Nizza nach

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier