Turboprop von ATR und Airbus-Wasserstoffflieger: Mutter und Tochter wollen emissionsfreie Antriebe zur Marktreife bringen.

Suche nach neuem AntriebKommt Airbus' Wasserstoffflieger von ATR?

Turboprop-Hersteller ATR diskutiert mit Airbus die Entwicklung eines neuartigen Antriebs. Die Mutterfirma stellte erst kürzlich einen Konzeptflieger mit Wasserstoff vor, der dafür passend scheint.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Frankreich, Deutschland sowie auch die Europäische Union forcieren seit dem Sommer ihre Pläne in Sachen Wasserstoff-Infrastruktur. Airbus reagierte vergangenen Monat mit gleich drei konkreten Konzepten für Verkehrsflugzeuge, die mithilfe des Elements emissionsfrei fliegen sollen.

Eine radikale Abkehr vom Design klassischer Passagierjets ist dabei das Nurflügler-Konzept. Deutlich mehr an heutige Passagierflieger erinnern ein klassischer Tiefdecker-Jet sowie ein Hochdecker mit Turboprop-Antrieb. Im Gegensatz zu heutigen Passagierfliegern fehlen die Fenster hinter den Tragflächen. Für den propellergetriebenen Entwurf könnte es bald konkreter werden.

Strategie bis nächstes Jahr

Der französisch-italienische Turboprop-Hersteller ATR bespricht mit den Besitzerinnen Airbus und Leonardo derzeit die Entwicklung «emissionsarmer Technologien», berichtet das Portal Flight Global. Bis nächstes Jahr will ATR eine Zukunftsstrategie für die Entwicklung eines Flugzeuges festlegen, das auf eine neue Antriebstechnik setzen wird.

ATR-Chef Stefano Bortoli sieht dabei die bisherigen Turboprop-Regionalflieger ATR 42 und ATR 72 als ideale Plattformen für Airbus zur Einführung neuer Technologien. Abwegig ist diese Idee nicht. Airbus' Konzept des Turboprops mit Wasserstoffantrieb ähnelt den heutigen ATR-Fliegern.

Bewährte Konstruktion

Die ATR 72 sowie kürzere ATR 42 sind genau wie Airbus' Konzeptflieger zweimotorige Hochdecker mit T-Leitwerk. Der bisherige bewährte Entwurf könnte als Basis für eine Fortentwicklung dienen oder als Technologie-Demonstrator eine Brücke in Richtung Wasserstoffflieger schlagen. Die experimentelle Tupolev Tu-155 bewies bereits in den 1980er-Jahren, dass auch herkömmliche Flugzeuge mit Wasserstoff betrieben werden können.

Doch auch wenn Einiges auf einen Wasserstoff-Antrieb hindeutet: Noch steckt ATR in Sachen Antrieb in der Findungsphase. Ebenso kann Bortelli eine direkte Beteiligung von Airbus und Leonardo bislang nicht offiziell bestätigen, verneint sie jedoch auch nicht. Laut dem ATR-Chehf sei es noch zu früh, um zu sagen, auf welchen Treibstoff ein neuer ATR-Flieger setzen wird.

ATR-Chef favorisiert Hybrid-Antrieb

«Es gibt eine Reihe von Lösungen, die wir bisher untersucht haben und die wir mit unserer Konstruktionsabteilung überprüft haben», sagt der Manager. Am wahrscheinlichsten sieht Bortelli bislang einen elektrisch-hybriden Antrieb. Wie dieser im Detail aussehen soll, kann man  laut Bortelli aber erst sagen, wenn auch ein Treibstoff feststeht.

Mehr zum Thema

Die Piper M, die mit einer Kombination aus Batterien und Brennstoffzellen abhob und landete: Weltpremiere.

Piper absolviert Jungfernflug mit Wasserstoff

Dornier-228-Testflugzeug: Ab 2026 in der Luft.

Dornier 228 soll mit Wasserstoff fliegen

Prototyp der HY4: Strom für Elektromotoren aus Wasserstoff.

Taugt Wasserstoff als Revolutionär der Luftfahrt?

airbus a350 900 delta air lines

Anonymer Kunde bestellt 15 Airbus A350

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil