Jet von Kingfisher: Droht der Airline nun das Aus?

Kingfisher riskiert Grounding

Die indische Airline darf nur noch gegen Vorkasse fliegen. Und die Aufsichtsbehörde prüft den Lizenzentzug.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Nur noch mit 15 bis 16 Fliegern will Kingfisher im Sommer fliegen. Die Flotte der indischen Fluggesellschaft zählt eigentlich 64 Flugzeuge. Nachdem die indische Luftfahrtbehörde DCGA Sicherheitsbedenken hatte, mussten seit Ende letzten Jahres etwa die Hälfte davon bereits am Boden bleiben. Aber die neuen Pläne der Airline scheinen der Regierung nun wirklich Sorgen zu machen. Sie erwägt, der Fluggesellschaft die Fluglizenz zu entziehen.«Der Airline fehlt nicht nur das Geld für die Flieger, sondern auch für den täglichen Betrieb», so eine Quelle aus der Behörde gegenüber der Zeitung Times of India. Kingfisher sei nicht mehr in der Lage, den Flugplan einzuhalten und würde so erhebliche Unannehmlichkeiten für die Passagiere verursachen. Außerdem konnte die Fluglinie schon seit vier bis fünf Monaten kein Gehalt mehr an die Angestellten zahlen.

Kingfisher darf zudem ab sofort nur noch die Flüge durchführen, für die alle Gebühren auch im Voraus bezahlt worden sind. Dies beschloss die Airport Authority of India, welche die Flughäfen des Landes betreibt. In Indien geht man deshalb bereits davon aus, dass die Fluggesellschaft ein stilles Grounding vorbereitet. Schon in den nächsten Tagen sollte Klarheit über den Zustand der Airline herrschen. Dann trifft sich Inhaber Vijay Mallya mit den zuständigen Politikern, wie das Wirtschaftsportal Hindu Business Line berichtet. Der Grund, warum die Regierung den Entzug der Lizenz in Erwägung zieht: Kingfisher hatte in den letzten Wochen immer wieder Flüge ausfallen lassen, ohne diese vorher angekündigt zu haben. Das lag zum Teil auch daran, dass Angestellte spontan in Streik traten, da sie seit Monaten auf ihr Gehalt warten.

Schlechte Vorzeichen

Die Voraussetzungen dafür, dass sich Kingfisher aus der Krise manövriert sind alles andere als gut: Nachdem indische Steuerbehörden zuletzt mehrere Konten der Airline eingefroren hatten, warf die Iata die Airline aus ihrem Abrechnungssystem, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnte. Das geschah schon zum zweiten Mal in etwas mehr als einem Monat. Die drittgrößte indische Fluggesellschaft hat es seit Beginn des Flugbetriebs 2005 nie geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben. Insgesamt häufte Kingfisher umgerechnet rund eine Milliarde Euro an Schulden an, alleine im letzten Quartal 2011 betrug der Verlust rund 65 Millionen.

Nachtrag vom Dienstagabend, 20. März:

Die Behörde erklärte nach einer Sitzung mit Kingfisher-Chef Vijay Mallya, dass sie keine Absicht habe, die Lizenz zu entziehen. Ab sofort fliegt Kingfisher nur noch mit 18 Jets. Die internationalen Routen werden eingestellt.

Mehr zum Thema

Markus Jegerlehner, Präsident Electrifly-In Switzerland

«Zwischen Swissair-Grounding und First-Class-Fotoshootings»

Platz 5: <strong>Cirrus SR22 -</strong> 183 Knoten 339 km/h.

Cirrus groundet eigene Flugzeuge

Flieger der Comcair-Tochter Kulula: Bleiben am Boden.

Das dritte Grounding von Comair

Embraer E195 von Great Dane Airlines: Alle Flüge gestoppt.

Dänische Fluggesellschaft muss wegen Corona aufgeben

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies