ATR von Kingfisher: Arge Finanznöte.

Kingfisher verliert Flugzeuge

Die angeschlagene indische Fluglinie schuldet Flughäfen und Erdölfirmen Geld. Nun reagiert ein Leasinggeber und fordert Jets zurück.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die niederländische Aercap will zwei ihrer Flugzeuge wieder haben, die sie an Kingfisher Airlines vermietete. Es geht dabei um Jets, bei welchen in den nächsten drei Monaten die Verträge mit dem Finanzunternehmen auslaufen. «Wir konnten uns nicht über die Konditionen für eine Erneuerung einigen», so ein Sprecher der Fluggesellschaft gemäß der Zeitung Business Standard. Wie das Wall Street Journal zudem berichtet, machten sich jedoch mindestens zwei weitere Leasinggeber Sorgen und prüfen nun, ihre Jets ebenfalls zurückzuholen. Deshalb hätten sie Einsicht in Dokumente gefordert. In Indien wird die Maßnahme der Niederländer als weiteres Anzeichen dafür gedeutet, dass es um die Finanzen von Kingfisher wirklich schlecht steht.

In den letzten Wochen begann die Fluglinie, rund 40 ihrer täglich 340 Flüge zu streichen. 12 ihrer 27 Flugzeuge vom Typ ATR 72-500 und ATR 42 wurden gegroundet. Zuvor verschob sie die Auslieferung von bestellten Airbus A380 nach hinten und bestellte zwei georderte A340 ab. Zugleich nahm Kingfisher Gespräche mit möglichen Investoren auf, die dem Unternehmen eine dringend nötige Kapitalspritze geben könnten. Unter ihnen befindet sich auch die State Bank of India. Geld braucht Kingfisher offenbar dringend. Wie Ölminister S. Jaipal Reddy dieser Tage im Parlament sagte, schuldet die Airline den staatlichen Ölfirmen Geld. Auch ist Kingfisher bei Zahlungen an Flughäfen in Verzug, wie ein Sprecher der Flughafenbehörde sagte.

Gefahr für Slots

Doch das reicht offensichtlich nicht. Das Grounding eines Teils der Flotte rief nun die Aufsichtsbehörden auf den Plan. Das Luftfahrtministerium prüfe nun die Finanzen Kingfishers, meldet die indische Presse. Aufgrund der Untersuchung werde man entscheiden, ob die Airline gewisse Landerechte an Flughäfen verliert, weil sie sie derzeit gar nicht mehr ausübt. Das wäre ein harter Schlag, weil die Fluggesellschaft dadurch ihr Angebot reduzieren muss, selbst wenn es ihr wieder besser gehen sollte.

Mehr zum Thema

Airbus A380 mit Triebwerken von Engine Alliance: Problem mit einer Dichtung.

FAA schickt Airbus-A380-Triebwerke in die Werkstatt

So wird es im Oberdeck der Airbus A380 von British Airways  aussehen: 106 Sitze nur in der Business Class.

British Airways zeigt die größte Business Class der Welt

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

 Airbus A380 von Global Airlines: Droht jetzt das Ende?

Die Luft für Superjumbo-Airline Global Airlines wird dünner

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin