Swiss-Flieger am Gate: Bald sollen beim Einsteigen Kameras die Reisenden zählen.

TestphaseKI soll mit Hilfe von Kameras Reisende an Bord von Swiss zählen

Die manuelle Zählung der Reisenden an Bord könnte schon bald der Vergangenheit angehören - zumindest, wenn es nach Swiss geht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Pilatus Logo

Junior Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Wer schon einmal geflogen ist, hat es ziemlich sicher gesehen. Mit einem Handzähler läuft ein Mitglied der Kabinenbesatzung durchs Flugzeug und zählt per Knopfdruck die Reisenden an Bord. Swiss testet nun eine Technologie, die diesen Schritt vor dem Abflug überflüssig machen soll.

Die Zählung soll dank künstlicher Intelligenz automatisiert werden. So wolle man die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Kabinencrew entlasten. Auf ausgewählten Flügen ab Zürich installiert Swiss dafür ab April während des Boardings eine Kamera in der Kabine, um das Einsteigen der Fluggäste aufzuzeichnen und ihre Gesamtzahl zu erfassen.

Parallel die manuelle Zählung

Die Aufnahmen dienen dazu, die KI für den Boardingprozess zu trainieren, so Swiss. So muss zum Beispiel erkannt werden, ob jemand ein Kind auf dem Arm trägt. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen muss außerdem korrekt gezählt werden. «Die Erkenntnisse werden laufend analysiert, um die Zuverlässigkeit kontinuierlich zu erhöhen», so Swiss. Da es sich um eine Testphase handelt, führt die Kabinenbesatzung während des Boardings parallel weiter die manuelle Zählung durch.

Datenschutz nehme man bei der Sache sehr ernst, so Swiss. «Die Aufnahmen werden gemäss den strengen europäischen (DSGVO) und Schweizer (DSG) Datenschutzvorgaben verarbeitet und anschließend gelöscht.» Die Daten nutze man ausschließlich zur Zählung der Passagiere, sie würden dabei nicht identifiziert. Auch entstehen nur Bild- und keine Tonaufnahmen.

Reisende werden informiert

Reisende von Flügen, auf denen die Technik getestet wird, werden vor dem Einsteigen darüber informiert. Nach Ablauf der dreimonatigen Testphase will Swiss dann entscheiden, ob und wie man die Technik einführt.

Mehr zum Thema

Piloten im Dreamliner-Simulator: Noch in diesem Jahr soll ein Algorithmus mit Simulatorflüge starten.

Boeing will Flugzeuge ohne Piloten fliegen lassen

Chatbot hilft am Flughafen Wien aus

Chatbot hilft am Flughafen Wien aus

Condor stattet Kabinencrews mit Tablets aus

Condor stattet Kabinencrews mit Tablets aus

ticker-swiss

Pilotenverband fordert moderne Arbeitsbedingungen bei Swiss

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin