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Ölpreis steigt

Angriffe auf Saudis erhöhen Kosten der Airlines

Drohnenattacken haben die Ölproduktion von Saudi-Arabien empfindlich getroffen. Das treibt den Ölpreis und schadet so auch den Fluggesellschaften.

Betankung: Deutlich teurer geworden.

Koordinierte Drohnenangriffe trafen am Samstagmorgen den Ölverarbeitungskomplex von Abqaiq und das Feld von Khurais. Die Geschosse lösten Brände aus und setzten die Förderanlagen außer Betrieb. Rund die Hälfte der Produktion Saudi-Arabiens und damit rund 5 Prozent der weltweiten Tagesproduktion fällt seither aus.

Der Wegfall von 5,7 Millionen Fass pro Tag hatte umgehend dramatische Auswirkungen auf den Ölpreis. Bis zu 20 Prozent verteuerte sich der Rohstoff zwischenzeitlich. Inzwischen sind die Notierungen wieder etwas gefallen. Die Nordseesorte Brent hatte 68 Dollar erreicht, derzeit wird sie für 65 Dollar gehandelt – rund acht Prozent mehr als Ende vergangener Woche. Experten halten jedoch einen Anstieg auf 80 Dollar nicht für ausgeschlossen.

Noch stärker unter Druck

Das sind doppelt schlechte Nachrichten für die Fluggesellschaften, insbesondere, wenn sich die Situation auf der Arabischen Halbinsel verschärfen sollte. Denn mit dem Ölpreis steigt auch der Preis von Kerosin. Und der Treibstoff ist neben dem Personal der größte Kostenblock der Airlines. Insbesondere Anbieter, die bereits jetzt finanziell Mühe haben oder sich eine Absicherung des Treibstoffpreises nicht leisten können, dürften zusätzlich unter Druck geraten.

Hinzu kommt, dass ein steigender Ölpreis die Konjunktur abwürgen kann. «Fünf von sechs Rezessionen in den USA wurden in der Vergangenheit durch einen raschen Ölpreisanstieg ausgelöst», hielten die Experten von der UBS einmal in einer Studie fest. Das würde sich indirekt auf die Nachfrage auswirken.



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