Der Flughafen in Havanna: Hier gibt es jetzt erstmal kein Kerosin.

Keine Lieferungen aus VenezuelaAirlines können in Kuba kein Kerosin mehr tanken

Fluggesellschaften können in Kuba vorerst nicht mehr tanken. Wegen akuter Treibstoffknappheit hat das Land die Kerosinversorgung für Airlines für rund einen Monat ausgesetzt – mit direkten Folgen für den internationalen Flugbetrieb.

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In Kuba wird das Kerosin knapp. Fluggesellschaften, die die Insel anfliegen, können dort für rund einen Monat nicht mehr tanken. Die kubanischen Behörden informierten Airlines darüber, dass ab der Nacht von Montag auf Dienstag (9. auf 10. Februar) an den Flughäfen kein Flugtreibstoff mehr zur Verfügung steht.

Kuba leidet unter dem Wegfall von Öllieferungen aus Venezuela, die infolge verschärfter Maßnahmen der USA gestoppt wurden. Für Fluggesellschaften bedeutet das zusätzliche Stopps nach dem Abflug aus Kuba. Flugzeuge auf längeren Strecken müssen unterwegs zwischenlanden, um Kerosin aufzunehmen. Air France bestätigte, dass ihre Flüge künftig an einem anderen Flughafen in der Karibik auftanken werden. Betroffen ist unter anderem der wichtigste Flughafen des Landes, der José Martí International Airport in Havana.

Kuba hat Notmaßnahmen eingeleitet

Die kubanische Regierung hatte bereits am Freitag Notmaßnahmen angekündigt, um den Energiemangel abzufedern. Dazu gehören eine verkürzte Arbeitswoche für staatliche Betriebe, Einschränkungen beim Treibstoffverkauf sowie reduzierte Bus- und Zugverbindungen zwischen den Provinzen. Auch touristische Einrichtungen sollen zeitweise schließen, Schul- und Hochschulbetrieb werden eingeschränkt.

In Washington wurde der Druck zuletzt weiter erhöht. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Anordnung, die Strafzölle gegen Länder ermöglicht, die Kuba mit Öl beliefern. Auch Lieferungen aus Mexiko stehen demnach unter Druck.

Wirtschaft geschwächt

Die Folgen reichen über die Energieversorgung hinaus. Kraftwerke kämpfen darum, die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, landesweite Stromausfälle drohen. Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, Kuba sei zu Gesprächen mit den USA bereit, jedoch nicht unter Druck. Gleichzeitig warnt Havanna, die Maßnahmen zielten darauf ab, die Wirtschaft des Landes weiter zu schwächen.

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