Bombardier-Flotte von Jetlink: Bleibt am Boden.

Jetlink: Überraschendes Grounding

Die kenianische Fluggesellschaft hat seit ihrer Gründung immer Gewinn geschrieben. Und trotzdem bleibt ihre ganze Flotte jetzt am Boden.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die acht Bombardier-Jets stehen seit letzter Woche auf dem Flughafen der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Jetlink musste den Betrieb einstellen. Das obwohl die junge Fluggesellschaft seit der Gründung 2004 stets Gewinne erzielt. Vor dem Grounding flog Jetlink neben diversen kenianischen Inlandsstrecken auch nach Somalia sowie in die südsudanesische Hauptstadt Juba. Diese Strecke war die rentabelste, da seit der Unabhängigkeitserklärung im Januar 2011 viele Investoren in den noch jungen, erdölreichen Staat reisen. Doch genau diese Verbindung brach Jetlink am Ende das Genick.

Die Fluggesellschaft sitzt in Juba auf einem Geldberg von 9 Millionen südsudanesischen Pfund. Dies entspricht umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro. Theoretisch, denn die jüngste Nation Afrikas hat ein Devisenproblem. Wegen einem Konflikt mit dem ehemaligen Mutterstaat Sudan stoppte der Südsudan seine Ölexporte. Das ließ die Devisenquelle versiegen. «Da alle unsere Tickets im Südsudan in der Lokalwährung verkauft wurden, sitzen wir dort auf dem blockierten Geld. Dabei bräuchten wir dieses dringend für den laufenden Betrieb», sagte Vorstandvorsitzende Elly Aluvale der Nachrichtenagentur Reuters.

Südsudan war schon länger ein Risiko

Das Problem mit dem südsudanesischen Pfund deutete sich schon seit Beginn des Jahres an. Bis jetzt halfen die kenianischen Banken Jetlink mit einem Kredit aus. Doch nun wollten sie nicht länger das Risiko tragen und zogen der Airline den Stecker. Nach diesem Entscheid musste Jetlink aufgeben. Betroffen vom Grounding sind täglich etwa 800 Passagiere sowie 350 Angestellte. Ganz aufgeben will die Fluggesellschaft aber noch nicht. Sie bat die beiden Regierungen um Unterstützung bei der Lösung des Problems.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack