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Zu hohe Schulden

Kenia will seine Airline zurück

Kenya Airways ist seit mehr als zwei Jahrzehnten mehrheitlich privat. Weil die Fluglinie hoch verschuldet ist, plant die Regierung nun die Wiederverstaatlichung.

Tobias Gudat (Bearbeitet)

Boeing 787 von Kenya Airways: Die Regierung beschloss die Verstaatlichung.

Kenya Airways ist seit 1997 mehrheitlich in privater Hand, doch nun soll die Fluglinie wieder zur rein staatlichen Airline werden. Am Dienstag (23. Juli) beschloss Kenias Parlament, Kenya Airways komplett zurückzukaufen. Wie die Nachrichtenagentur 
Reuters berichtet, möchte die Regierung so eine Anhäufung weiterer Schulden verhindern.

Ausbaupläne und rückläufige Passagierzahlen hatten die Schuldenlast der Fluggesellschaft in den vergangenen Jahren wachsen lassen. 2017 musste Kenya Airways Verpflichtungen in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar umschichten. Die Airline schlug vor, mit einer Übernahme des Hauptstadt-Flughafens in Nairobi eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Die Regierung lehnte dies jedoch ab und will die Fluggesellschaft nun selber umbauen. Vorbild soll unter anderem Afrikas größte Fluglinie Ethiopian Airlines sein.



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