Geschäftskundin:  Lufthansa lässt Firmen später zahlen.

Keine Vorkasse nötigFirmen zahlen auch bei Swiss und Austrian erst bei Abflug

Der Lufthansa-Konzern will wieder mehr Geschäftsreisende in die Flieger locken. Daher weitet er sein Pay-as-you-fly-Programm aus und senkt die Hürden.

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Eine Flugreise nicht Monate im Voraus bezahlen, sondern erst bei Abflug, das würden sich wohl viele Reisende wünschen. Für ausgewählte Geschäftskunden hat Lufthansa diese Möglichkeit schon 1997 eingeführt. Zuerst nur für Großkundin Siemens, später dann auch für andere Unternehmen. Der Name des Programmes: Pay as you fly - also: Zahlen, wenn Sie fliegen.

Auch wenn sich Pay as you Fly seit damals verändert hat, war der Geschäftsreiseverband VDR bis vor Kurzem unzufrieden. Doch nun überarbeitet Lufthansa das Programm und der Verband freut er sich. Lufthansa gehe einen «wichtigen Schritt hin zu mehr Flexibilität und Kostenersparnis für die Unternehmen und ihre Geschäftsreisenden», so der VDR.

Kein Mindestumsatz mehr nötig

Zu der Überarbeitung gehört, dass es Pay as you fly nicht mehr nur bei Lufthansa gibt, sondern auch bei den Töchtern Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines. Das bestätigte die Gruppe gegenüber dem Touristik-Magazin FVW. Nutzbar ist es für innereuropäische Punkt-zu-Punkt- und Transferflüge in Economy und Business Class.

Der Pay-as-you-fly-Tarif ist weiterhin etwas teurer als der normale Tarif. Allerdings müssen Firmen nicht mehr die teuerste Buchungsklasse wählen. Auch ist kein Mindestumsatz mehr nötig. Lufthansa erhofft sich, so mehr Unternehmen anzusprechen und das durch die Corona-Krise gebeutelte Geschäftsreisesegment anzukurbeln. Der Luftfahrtkonzern betont aber auch, dass keine Ausweitung auf das normale Passagiergeschäft geplant ist.

Aufwand für Erstattungen entfällt

Der Vorteil für die Kunden ist klar: Wenn der Bezahlvorgang nicht mit der Buchung erfolgt, sondern erst bei Abflug, bleibt das Geld länger beim Kunden. Zudem entfällt die Arbeit für Erstattungsanträge bei Flugausfällen.

Vom sinkenden administrativen Aufwand bei ausfallenden Flügen profitiert auch die Airline. Andererseits hat sie durch die fehlenden Vorauszahlungen weniger Liquidität. Der VDR hofft dennoch, dass «künftig weitere Fluggesellschaften ihr Tarifmodell überdenken werden».

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