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Afghanische Airline

Kam Air wechselt zu Airbus

Die Fluggesellschaft aus Afghanistan will ihre Flotte verjüngen und vereinheitlichen. Dafür setzt Kam Air neu auf Airbus A320.

Kam Air

Boeing 747-200F: Die Frachtmaschine verbleibt als einzige in der Flotte.

Jung ist die Flotte der afghanischen Kam Air nicht. Die Fluglinie mit Sitz in Kabul gibt es erst seit 2003, ihre Flieger schon bedeutend länger. Über 24 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Flotte. Und auch von Einheitlichkeit kann man nicht sprechen. Eine Boeing 737-300, eine 767-200, eine 747-200F, eine McDonnell-Douglas MD82, zwei MD83 und zwei MD87 sowie zwei Airbus A320-200 gehören zum Flugzeugpark. Und das will die Fluggesellschaft nun ändern. Die alten Boeing und McDonnell Douglas sollen in Rente geschickt werden, teilt Kam Air in einer Stellungnahme mit. Nur die Fracht-Boeing 747 verbleibt vorerst in der Flotte.

Entstehen soll nun eine Einheitsflotte aus Airbus A320 – auch «brandneuen» Airbus A320, wie Kam Air auf Plakaten wirbt. Ab wann die neuen Flugzeuge im Einsatz sein sollen, verrät die afghanische Fluglinie allerdings noch nicht. Beworben werden neuen Flieger für die Flüge nach Dubai. «Spüren Sie den Unterschied», so der Werbespruch auf dem Plakat. Die Airline bemüht sich generell, ein besseres Image in Sachen Sicherheit zu bekommen. Erst kürzlich erhielt sie dafür von der afghanischen Regierung einen Preis.

Eine der unsichersten Airlines der Welt

Dennoch: In die EU darf Kam Air immer noch nicht fliegen. Seit 2010 stehen alle Airlines aus Afghanistan auf der Schwarzen Liste, welche Fluglinien, die nicht sicher genug sind, den Überflug und Anflug von Ländern der EU verbietet. Gemäß Daten von Flightsafety.net gehört Kam Air zu den unsichersten Airlines der Welt – die neue Flotte könnte das ändern.

TV-Spot von Kam Air:



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