Die Embraer 190-Flotte ist Schuld für Jetblues hohe Wartungskosten

Embraer macht Jetblue unglücklich

Die hohen Wartungskosten der brasilianischen Jets vermasseln Erstkunde Jetblue die Ergebnisse. Die Airline bereut, Pionier gewesen zu sein.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die amerikanische Billigfluggesellschaft nahm 2005 als erste Airline überhaupt den brasilianischen Embraer 190 in Empfang. Sie bestellte gleich hundert Stück. Ein Entscheid, welcher Vorstandsvorsitzender David Barger offenbar bereut. Diese Aussage konnte er sich bei einem Vortrag in Boston vor dem Harvard Business School’s Aerospace & Aviation Club zwar knapp verkneifen, wie das Fachportal Aviation Week schreibt. Er wurde aber an anderer Stelle überdeutlich: «Wir hätten niemals der Erstkunde eines neuen Flugzeuges werden sollen. Wir sind schlicht zu klein dafür.»

Der Grund für die anhaltende Unzufriedenheit bei Jetblue sind die hohen Reparatur- und Wartungskosten der brasilianischen Flugzeuge. Die Fluggesellschaft konnte in der Vergangenheit zwar schon massive Einsparungen vornehmen, vor allem bei den neueren Flugzeugen. Offenbar aber nicht genug, wie der neueste Quartalsbericht von Jetblue zeigt. Der Gewinn sank um zwei Drittel. Verdiente die Airline im Vorjahr zwischen Januar und März noch 30 Millionen Dollar so waren es in diesem Jahr nur noch 11 Millionen. Mit ein Grund sind die um 20 Millionen höheren Ausgaben für Reparatur und Wartung der Embraer-Flotte. Wenig Freude daran dürfte auch Lufthansa haben. Die deutsche Airline ist mit 19 Prozent an Jetblue beteiligt.

Embraer reagiert auf Kritik

Vor allem mit den General-Electric CF34-Triebwerken ist David Barger unzufrieden. Hier reagierte der Flugzeughersteller bereits. Zu Jahresbeginn kündigte Embraer an, dass bei den neueren und überarbeiteten Jets Triebwerke des Konkurrenten Pratt & Whitney eingesetzt werden.

Jetblues heutige Flotte umfasst 54 Embraer-Maschinen sowie 127 Airbus A320. Weitere 24 Embraer 190 sind in Bestellung. Schliesslich passe dieser Flugzeugtyp mit 100 Sitzplätzen ganz gut zu den wichtigen Märkten von Jetblue, gab sich Barger versöhnlich.

Mehr zum Thema

ticker 100 jahre lufthansa

Lufthansa will im Jubiläumsjahr «Verantwortung im Nationalsozialismus kritisch beleuchten»

ticker 100 jahre lufthansa

Das plant Lufthansa 2026 zum 100 Jahr-Jubiläum

ticker 100 jahre lufthansa

Lufthansa bringt zum 100-Jahre-Jubiläum auch zwei Retrolackierungen

Airbus A300 Neo von Condor: Der Streit mit Lufthansa schwelt weiter.

Condor sieht sich weiterhin durch Lufthansa behindert – und schließt neue Beschwerde nicht aus

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin