Handgepäck wird zum Problem: Japan Airlines hat ein neues KI-basiertes System getestet.

Test von Japan AirlinesKameras und Künstliche Intelligenz sollen Handgepäckchaos eliminieren

Japan Airlines testet ein KI-basiertes System zur Früherkennung von Handgepäckmengen und zieht nach sechs Monaten eine positive Bilanz.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Jeder kennt das Szenario: Das Boarding startet und Mitarbeitende am Gate überprüfen das Handgepäck. Zu groß, zu breit, zu schwer? Dann heißt es: Gepäck aufgeben. Was nach einem einfachen Check klingt, sorgt jedoch regelmäßig für Verzögerungen und bringt den engen Zeitplan der Fluggesellschaften ins Wanken – manchmal sogar bis hin zu Verspätungen.

Das Problem: Die Menge an Handgepäck variiert von Flug zu Flug und ist schwer vorhersehbar. Fluggesellschaften greifen derzeit meist auf Quoten oder Schätzungen zurück, um die Kapazitäten an Bord zu planen – eine Methode, die nicht sehr genau ist. Damit könnte bald Schluss sein.

Sechsmonatiger Test

Japan Airlines hat ein halbes Jahr lang zusammen mit dem japanischen Technikhersteller NEC Corporation ein KI-basiertes System entwickelt, das mithilfe von Kameras genau evaluiert, wie viel Platz in den Gepäckfächern noch ist. Durchgeführt wurde der Versuch am Flugsteig 13 des Tokio Flughafens Haneda.

Schematsicher Ablaufplan des Kontrollsystems. Bild: Japan Airlines

Dazu wurden am Gate Kameras installiert, die jeden Koffer, jeden Rucksack und jede Handtasche aufzeichnen. Das Filmmaterial wird mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert und die Gepäckstücke werden in drei vordefinierte Kategorien eingeteilt. Abschließend wird in Echtzeit geschätzt, ob die Gegenstände in die Gepäckfächer passen.

Schneller und besser vorberietet

Wenn die geschätzte Kapazität in den Gepäckfächern einen voreingestellten Schwellenwert erreicht, werden die Airline-Beschäftigten gewarnt. Zwar muss weiter Gepäck vom Gate in den Frachtraum verladen werden, aber dank des neuen Systems können die Mitarbeitenden schneller reagieren.

Japan Airlines hat den Test positiv bewertet und prüft nun, wie diese neue Technologie in ihren Betrieb integriert werden kann. In einer Medienmitteilung erklärte die Airline, dass sie weiterhin an digitalen Innovationen arbeitet.

Das System zeigt, dass die Gepäckfächer zu 72 Prozent voll sind. Bild: Japan Airlines

Mehr zum Thema

Handgepäck im Flugzeug: Mehr Passagiere reisen nur noch damit.

Wie Lufthansa und Swiss es mit Handgepäck-Kontrollen halten

Handgepäck im Flugzeug: Zu große Stücke sorgen für Probleme.

Austrian Airlines zieht Zügel bei Handgepäck-Kontrollen an

Auch Transavia macht großes Handgepäck kostenpflichtig

Auch Transavia macht großes Handgepäck kostenpflichtig

Flughafen Tokio-Haneda mit dem Fuji im Hintergrund: Japanische Airlines sollen sich bei Inlandsflügen künftig abstimmen.

Japan will mit abgestimmten Flugplänen unwirtschaftliche Strecken erhalten

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies