Flieger von El Al: Vorübergehende Rückkehr zur Staatsairline?

Statt möglicher Verstaatlichung30-Jähriger will El Al kaufen

Nach der Zusage zum Rettungspaket steht El Al womöglich vor einer Verstaatlichung. Nun wirbt ein Investor um die schwer angeschlagene Fluglinie aus Israel.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Noch immer stehen alle Flugzeuge von El Al am Boden. Die von der Corona-Krise schwer getroffene Fluglinie stoppte Anfang dieses Monates den Flugbetrieb, nachdem ihre Piloten wegen der Ablehnung eines staatlichen Rettungspakets auf die Barrikaden gingen. Vergangene Woche winkte das Management den annähernd 400 Millionen Dollar schweren Hilfsplan dann doch durch.

Von 6000 Mitarbeitern muss El Al laut dem Deal ein Drittel feuern, ebenso soll die Flotte verkleinert werden. Derweil wurde vergangenes Wochenende bekannt, dass sich ein privater Investor stark an einer Übernahme der Fluggesellschaft interessiert.

Vertretung für den Vater

Bereits seit mehreren Wochen verhandelt die Knafaim Holdings über einen Verkauf ihrer Anteile. Mit 37,3 Prozent der Anteile ist das private Luftfahrtunternehmen der größte Aktionär von El Al. Interessent ist Eli Rozenberg, berichten lokale Medien. Der 30-Jährige ist Sohn des New Yorker Großunternehmers Kenny Rozenberg.

Der Vater ist im Immobiliengeschäft tätig und gründete eine der größten Pflegeheimketten der USA, berichtet die Nachrichtenseite Tacheles. Es wird vermutet, dass Eli Rozenberg seinen Vater bei den Verhandlungen vertritt. Für den Kauf von Aktien von El Al ist eine israelische Staatsbürgerschaft Voraussetzung. Eli Rozenberg hat diese und lebt in Jerusalem.

Rückkehr zur staatlichen El Al nicht gern gesehen

Ein Einstieg eines neuen Investors bei El Al würde der israelischen Regierung sehr in die Karten spielen. Die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung entsprechen einem Anteil von 61 Prozent an El Al, welche der Staat im Rahmen des Hilfspakets womöglich übernehmen müsste.

In dem Fall würde Israel eine Reprivatisierung nach drei bis fünf Jahren vorsehen. Vor 16 Jahren hatte das Land seine einstige Nationalfluglinie zuletzt privatisiert. Gegen eine vorübergehende Rückkehr zur Staatsairline sprach sich etwa das israelische Finanzministerium vergangene Woche klar aus, berichtet die Nachrichtenseite Yeshiva World.

Mehr zum Thema

Dreamliner von El Al über nubischen Pyramiden (Montage): Die israelische Nationalairline überflog erstmals den Sudan.

Dreamliner von El Al fliegt historische Route

Transportgüter vor einer Boeing 777: Derzeit nur Frachtflüge bei El Al.

El Al vorübergehend ganz am Boden

Dreamliner von El Al: Finanzielle Probleme.

El Al muss ein Drittel der Belegschaft entlassen

ticker-el-al-neu2

El Al muss geplante Hanoi-Verbindung absagen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier