Modellbild des Flughafens Timna: Platz für große Flugzeuge.

Timna Airport bei EilatStreit um neuen Flughafen in Israel

Im Süden des Landes baut Israel einen neuen Flughafen für die Region um Eilat. Dem Nachbarland Jordanien gefällt das gar nicht. Die Luftfahrtsicherheit sei gefährdet.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Für Israel ist es ein «einzigartiges nationales Projekt». An der Südspitze des Landes wird derzeit ein neuer internationaler Flughafen gebaut. In der Negev-Wüste entsteht der neue Ilan and Assaf Ramon oder Timna Airport. Dort sollen nach der Eröffnung Mitte 2017 nationale und internationale Flüge starten und landen, die jährlich rund zwei Millionen Passagiere aus Israel und Europa direkt in die Region bringen.

Die Lage ist bewusst gewählt: Zu den Stränden von Eilat am Roten Meer ist es vom neuen Flughafen aus nur 20 Kilometer. Und Israel generiert ein Viertel der gesamten Tourismus-Einkünfte im Badeort. Gute Verbindungen sind deshalb zentral. Die Regierung denkt dabei in großen Dimensionen. Der Timna Airport wird eine 3100 Meter lange Piste aufweisen und Großraumflugzeuge wie etwa die Boeing 747 empfangen können. Das Terminal wird 28.000 Quadratmeter groß. Auf dem Vorfeld entstehen in den kommenden zwei Jahren Standplätze für neun Turbopropmaschinen und sieben größere Jets.

Owda und Eilat sollen geschlossen werden

Bis anhin wird die Region durch zwei Flughäfen bedient. Internationale Flüge landen am Flughafen Owda. Nachts darf er aber nicht mehr angeflogen werden, weil die Piste in einem zu schlechten Zustand ist. Nationale Strecken werden direkt zum kleinen Flughafen Eilat gelenkt. Er gilt jedoch wegen Angriffen islamischer Extremisten mit Raketenwerfern aus dem Sinai als risikoreich. Zudem behindert er die weitere Entwicklung der Stadt. Timna ist für das Problem die Lösung. Sowohl Owda als auch Eilat sollen geschlossen werden, wenn der neue Flughafen betriebsbereit ist.

Doch auch wenn der Bau auch schon begonnen wurde; Israel hat noch ein Problem. Nachbarland Jordanien wehrt sich gegen den neuen Flughafen. Denn er kommt in nächster Nähe des King Hussein International Airport in Aqaba zu liegen. Man habe bei der Internationalen Luftfahrtorganisation Icao interveniert, erklärte dieser Tage ein Regierungssprecher gegenüber der nationalen Nachrichtenagentur Petra. Timna beschränke die Souveränität des jordanischen Luftraums und damit die Sicherheit. An- und Abflüge seien gefährdet.

Friedensvertrag redet von gemeinsamen Projekten

Für Israel ist es heikel, Jordanien zu verärgern. Denn mit dem arabischen Land besitzt Jerusalem normale Beziehungen – eine rare Ausnahme. Der Friedensvertrag von 1994 sieht zudem vor, dass die beiden Länder Infrastrukturprojekte zusammen entwickeln, um den Lebensstandard zu erhöhen. Die liberale Zeitung «Haaretz» meint deshalb, man riskiere einen der seltenen Freunde in der Region zu erzürnen. Das könne ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack