Modellbild des Flughafens Timna: Platz für große Flugzeuge.

Timna Airport bei EilatStreit um neuen Flughafen in Israel

Im Süden des Landes baut Israel einen neuen Flughafen für die Region um Eilat. Dem Nachbarland Jordanien gefällt das gar nicht. Die Luftfahrtsicherheit sei gefährdet.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Für Israel ist es ein «einzigartiges nationales Projekt». An der Südspitze des Landes wird derzeit ein neuer internationaler Flughafen gebaut. In der Negev-Wüste entsteht der neue Ilan and Assaf Ramon oder Timna Airport. Dort sollen nach der Eröffnung Mitte 2017 nationale und internationale Flüge starten und landen, die jährlich rund zwei Millionen Passagiere aus Israel und Europa direkt in die Region bringen.

Die Lage ist bewusst gewählt: Zu den Stränden von Eilat am Roten Meer ist es vom neuen Flughafen aus nur 20 Kilometer. Und Israel generiert ein Viertel der gesamten Tourismus-Einkünfte im Badeort. Gute Verbindungen sind deshalb zentral. Die Regierung denkt dabei in großen Dimensionen. Der Timna Airport wird eine 3100 Meter lange Piste aufweisen und Großraumflugzeuge wie etwa die Boeing 747 empfangen können. Das Terminal wird 28.000 Quadratmeter groß. Auf dem Vorfeld entstehen in den kommenden zwei Jahren Standplätze für neun Turbopropmaschinen und sieben größere Jets.

Owda und Eilat sollen geschlossen werden

Bis anhin wird die Region durch zwei Flughäfen bedient. Internationale Flüge landen am Flughafen Owda. Nachts darf er aber nicht mehr angeflogen werden, weil die Piste in einem zu schlechten Zustand ist. Nationale Strecken werden direkt zum kleinen Flughafen Eilat gelenkt. Er gilt jedoch wegen Angriffen islamischer Extremisten mit Raketenwerfern aus dem Sinai als risikoreich. Zudem behindert er die weitere Entwicklung der Stadt. Timna ist für das Problem die Lösung. Sowohl Owda als auch Eilat sollen geschlossen werden, wenn der neue Flughafen betriebsbereit ist.

Doch auch wenn der Bau auch schon begonnen wurde; Israel hat noch ein Problem. Nachbarland Jordanien wehrt sich gegen den neuen Flughafen. Denn er kommt in nächster Nähe des King Hussein International Airport in Aqaba zu liegen. Man habe bei der Internationalen Luftfahrtorganisation Icao interveniert, erklärte dieser Tage ein Regierungssprecher gegenüber der nationalen Nachrichtenagentur Petra. Timna beschränke die Souveränität des jordanischen Luftraums und damit die Sicherheit. An- und Abflüge seien gefährdet.

Friedensvertrag redet von gemeinsamen Projekten

Für Israel ist es heikel, Jordanien zu verärgern. Denn mit dem arabischen Land besitzt Jerusalem normale Beziehungen – eine rare Ausnahme. Der Friedensvertrag von 1994 sieht zudem vor, dass die beiden Länder Infrastrukturprojekte zusammen entwickeln, um den Lebensstandard zu erhöhen. Die liberale Zeitung «Haaretz» meint deshalb, man riskiere einen der seltenen Freunde in der Region zu erzürnen. Das könne ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack