Minarett einer Moschee: Wenn der Muezzin ruft, soll niemand fliegen.

Iran stoppt Flüge während Gebet

Künftig dürfen Maschinen iranischer Fluggesellschaften erst dreißig Minuten nach dem Ruf des Muezzin starten. Besonders strikt ist man am Morgen.

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Für die Fluggesellschaften im Iran wird es künftig noch ein wenig schwieriger, ihre Flugpläne zu erstellen. Das Parlament des Mullah-Staates verabschiedete am Mittwoch (26. Dezember) ein Dekret, wonach während dem sogenannten Adhan - dem islamischen Gebetsruf - keine Flüge mehr durchgeführt werden dürfen. «Nach der Vorschrift dürfen inländische Airlines frühestens dreißig Minuten nach dem Morgen-Adhan starten», sagte Hamid Reza Pahlevani als Chef der Iran Civil Aviation Organization der iranischen Nachrichtenagentur Isna. So könnten Passagiere ohne Zeitnot ihrer religiösen Pflicht zum Gebet nachkommen. Der Ruf des Muezzin erschallt fünf Mal - am Morgen, am Mittag, am Nachmittag, am Abend und nachts.

Ali Taheri, der Sprecher des Kulturkomitees des Parlamentes, sagte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Mehr gar, dass es allen Flugzeugen verboten sei, während des Adhan zu fliegen, «ganz besonders am Morgen». Das klingt noch nach einer schärferen Auslegung, die auch bereits gestartete Flugzeuge betreffen könnte. Noch sind aber viele Details des Erlasses unklar.

Bedecktes Haar, lange Kleidung

Das neue Dekret ist ein weiterer Versuch konservativer Kreise im Iran, die religiösen Gesetzte im Land zu verschärfen. Künftig werde auch noch viel stärker darauf geachtet, ob am Flughafen oder für Fluggesellschaften arbeitende Frauen die Kleidungsvorschriften einhielten, meinte denn auch Politiker Taheri weiter. Sie müssen ihr Haar bedecken und eine lange Kleidung tragen, welche ihre Silhouette versteckt.

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