Iraqi Airways: nach 15 Jahren wieder mit der Triple-Seven ein neues Flugzeug von Boeing erhalten.

Iraqi rappelt sich wieder auf

Neubeginn für die irakische Fluggesellschaft. Iraqi Airways kann dank neuer Flotte und beendetem Streit mit Kuwait schon bald Europa anfliegen.

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Die Iraker bauen nach Jahren des Krieges die eigene Luftfahrt wieder auf. Nach 15 Jahren konnte Iraqi Airways erstmals wieder ein neues Flugzeug von Boeing entgegen nehmen. Die ausgelieferte Boeing B777 war ursprünglich für einen anderen Kunden, die in Schwierigkeiten steckende Air Austral, gedacht. Da Air Austral das Flugzeug nicht übernehmen konnte, sind die Iraker früher zum Zuge gekommen. Ebenfalls ist in diesem Monat ein ehemaliger Air-Berlin-Airbus A320 zur Flotte gestoßen, sowie ein neuer Airbus A330-200. Mit der Triple-Seven und dem A330 wird die Airline Langstreckenflüge anbieten können.

Die Flotte wird im nächsten Jahr durch weitere Boeing 737 ergänzt. Bis 2019 sollen zusätzlich zehn Dreamliner zur Flotte stoßen. Aktuell fliegt die Airline im Inland und in die Nachbarstaaten sowie nach Kairo und Istanbul. Ab nächstem Jahr sind die grünen Flugzeuge der Iraker auch in Europa zu sehen. Auf der Webseite von Iraqi Airways ist die Route nach London bereits aufgeführt. Das Datum des Jungfernfluges steht allerdings noch nicht fest.

Lösung des Streites mit Kuwait

Damit Iraqi überhaupt nach Europa fliegen durfte, musste zuerst der Streit mit dem Nachbarstaat Kuwait beigelegt werden. Iraqi zahlt Kuwait Airways 500 Millionen Dollar Entschädigung für die Beschlagnahmung von Flugzeugen und Material durch Saddam Hussein während des ersten Golfkrieges. Dazu wurden die Iraker vor zwei Jahren von einem Londoner Gericht verurteilt. Dem arabischen Portal Arabian Business News erklärte der Iraqi-Chef, dass seine Airline damit ab Januar nach London und Frankfurt fliegen kann. Zudem seien Gespräche im Gange, um Flüge nach Kuala Lumpur anzubieten. Zusätzlich wil die Airline in den nächsten drei Jahren 500 Piloten ausbilden.

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