Boeing B767 von El Al am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv: Neuer Aktionär.

Überraschung bei El Al

Ein Investor steigt maßgeblich bei der israelischen Nationairline ein und wird zum bestimmenden Aktionär. Er stellt aber Bedingungen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Noch vergangenes Jahr gab es Befürchtungen vor einem Grounding. Der hohe Kerosinpreis und die zunehmende Konkurrenz durch europäische Fluggesellschaften wie etwa dem Billigflieger Easyjet setzten El Al kräftig zu. Deshalb schlug die Nachricht in Israel nun ein wie eine Bombe. Investor Ishay Davidi will mit seinem Fimi First Israel Mezzanine Investors Fund in einem ersten Schritt 11 Prozent der Aktien der israelischen Nationalairline vom bisherigen Aktionär Knafaim Holdings übernehmen. Er zahlt dafür deutlich mehr als den momentanen Aktienkurs, wie am Sonntag (3. Februar) bekannt wurde. Das heißt, der Finanzprofi sieht ein deutliches Potenzial für El Al.

Seine Zuversicht unterstreicht Davidi auch damit, dass er eine Absichtserklärung unterzeichnete, insgesamt bis zu 42 Prozent der Aktien zu übernehmen. Der Fimi Fonds macht seine Investition von 60 Millionen Dollar bis August oder spätestens Ende des Jahres aber von einer Bedingung abhängig. Das meiste Geld fließt nur, wenn El Al mit den Gewerkschaften einen neuen Kollektivvertrag schließt. Er macht dabei unmissverständlich klar, was das heißt: Das Abkommen muss dem neuen Hauptaktionär genehm sein.

Starke Gewerkschaften

El Al litt bislang stark unter seinen starken Gewerkschaften. Trotz Privatisierung hatten die Arbeitnehmer nach wie vor maßgeblichen Einfluss auf alle Entscheide. So sind der Personalbestand und die Löhne der Fluglinie in den Augen von Branchenexperten viel zu hoch. Das führe zu Zusatzkosten von rund 400 Millionen Schekel (rund 80 Millionen Euro/100 Millionen Franken) pro Jahr, schreibt die Tageszeitung Haaretz. Bislang gelte bei den Angestellten von El Al das System «viel Ertrag für wenig Aufwand», so das Blatt. Unter dem neuen Hauptaktionär, der bekannt für Resturukturierungssituationen ist, könnte sich das also ändern.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier