Sukhoi-Superjet: Erst seit 2011 im Einsatz.

Sukhoi: Ermittlungen gegen Techniker

Nach dem Absturz eines Sukhoi Superjet 100 ermitteln russische Behörden. Sie haben die Techniker im Visier.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

In Russland zweifelt man daran, dass bei den Vorbereitungen alles richtig lief. Ein Sukhoi Superjet 100 zerschellte am 9. Mai in Indonesien an einem Berghang - ausgerechnet bei einem Demonstrationsflug für potenzielle Käufer. Fast im rechten Winkel krachte der Flieger offenbar in den Berg Mount Salak, wie Auswertungen der Rettungsteams ergaben. Danach soll er explodiert sein.

Um die Ursachen für den Absturz zu finden, leiteten die russischen Behörden nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein, wie die Zeitung Jakarta Post berichtet. Der technische Zustand des Jets müsse ganz genau untersucht werden, heißt es von einem Sprecher des Ermittlungskommittees. Und zwar «bevor er Russland verlassen hat», berichtet die Zeitung Jakarta Globe. Besonders im Visier des Untersuchungsteams befinden sich offenbar die Techniker, die den Jet für die Werbetour in Asien fit gemacht hatten. Sie müssen sich nun auf lange Verhöre gefasst machen, in denen die Ermittler ihnen auf den Zahn fühlen.

Russisches Team in Indonesien

Jeden Angestellten von Sukhoi, der irgendwie mit den Vorbereitungen zu tun hatte, wollen sie befragen. Das russische Team kam mittlerweile in Indonesien an, wie es in einer Mitteilung der russischen Botschaft heißt. «Wir sind bereit, gemeinsam mit den indonesischen Kollegen aktiv nach der Unglücksursache zu forschen.»

Dabei gibt es noch viele offene Fragen zu klären. Etwa, warum die Piloten die Flughöhe von 10'000 auf 6000 Fluß reduzieren wollten. Am schlechten Wetter dürfte es nicht gelegen haben. Der Vorsitzende der Pilotengewerkschaft der Fluggesellschaft Garuda, Stephanus Gerardus, erklärt, warum er das denkt: «In der Regel würden die Piloten um Erlaubnis bitten, in so einem Fall höher zu steigen», erklärt er. Auch wenn es manchmal vorkomme, dass eine niedrigere Flughöhe gewählt wird. «Wenn man weiß, dass Berge unter einem sind, dann tut man so etwas nicht», so Gerardus.

Mehr zum Thema

Betreiber: Wer fliegt die meisten Airbus A350?

Wer sind die größten Betreiber dieser Flugzeugmodelle?

Saras-Prototyp über Jaipur: Die Regierung will neu Regionalflugzeuge mit ausländischer Hilfe bauen.

Indien will mit Embraer, UAC oder ATR eigene Flugzeuge bauen

Superjet 100: Bald mehr Reichweite.

Irkut verpasst dem Superjet mehr Reichweite

Sukhoi Superjet von Yakutia Airlines: Oft am Boden.

Yakutia muss Superjets für Ersatzteile ausschlachten

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack