Sukhoi-Superjet: Erst seit 2011 im Einsatz.

Sukhoi: Ermittlungen gegen Techniker

Nach dem Absturz eines Sukhoi Superjet 100 ermitteln russische Behörden. Sie haben die Techniker im Visier.

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In Russland zweifelt man daran, dass bei den Vorbereitungen alles richtig lief. Ein Sukhoi Superjet 100 zerschellte am 9. Mai in Indonesien an einem Berghang - ausgerechnet bei einem Demonstrationsflug für potenzielle Käufer. Fast im rechten Winkel krachte der Flieger offenbar in den Berg Mount Salak, wie Auswertungen der Rettungsteams ergaben. Danach soll er explodiert sein.

Um die Ursachen für den Absturz zu finden, leiteten die russischen Behörden nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein, wie die Zeitung Jakarta Post berichtet. Der technische Zustand des Jets müsse ganz genau untersucht werden, heißt es von einem Sprecher des Ermittlungskommittees. Und zwar «bevor er Russland verlassen hat», berichtet die Zeitung Jakarta Globe. Besonders im Visier des Untersuchungsteams befinden sich offenbar die Techniker, die den Jet für die Werbetour in Asien fit gemacht hatten. Sie müssen sich nun auf lange Verhöre gefasst machen, in denen die Ermittler ihnen auf den Zahn fühlen.

Russisches Team in Indonesien

Jeden Angestellten von Sukhoi, der irgendwie mit den Vorbereitungen zu tun hatte, wollen sie befragen. Das russische Team kam mittlerweile in Indonesien an, wie es in einer Mitteilung der russischen Botschaft heißt. «Wir sind bereit, gemeinsam mit den indonesischen Kollegen aktiv nach der Unglücksursache zu forschen.»

Dabei gibt es noch viele offene Fragen zu klären. Etwa, warum die Piloten die Flughöhe von 10'000 auf 6000 Fluß reduzieren wollten. Am schlechten Wetter dürfte es nicht gelegen haben. Der Vorsitzende der Pilotengewerkschaft der Fluggesellschaft Garuda, Stephanus Gerardus, erklärt, warum er das denkt: «In der Regel würden die Piloten um Erlaubnis bitten, in so einem Fall höher zu steigen», erklärt er. Auch wenn es manchmal vorkomme, dass eine niedrigere Flughöhe gewählt wird. «Wenn man weiß, dass Berge unter einem sind, dann tut man so etwas nicht», so Gerardus.

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