Aufnahmen vom Flughafen Delhi: Wer provoziert wen?

Skandal in IndienIndigo-Angestellte werden handgreiflich

In Indien haben sich Mitarbeiter des Billigfliegers Indigo eine handfeste Auseinandersetzung mit einem Passagier geliefert. Das hat Folgen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Ein Video vom Flughafen Delhi sorgt in Indien für Aufregung. Es zeigt, wie ein Passagier, der gerade ein Flugzeug verlassen hat, mit Mitarbeitern des Bodenpersonals von Indigo diskutiert. Als der Mann in einen Bus steigen will, hindern ihn die Angestellten des Billigfliegers daran. Für einen Augenblick dreht Kamera weg, als Nächstes ist dann zu sehen, wie der Fluggast einen Mitarbeiter angeht und von einem anderen in den Schwitzkasten genommen wird. Als der Passagier frei kommt, greift er einem der Indigo-Männer ins Gesicht, beide gehen zu Boden, liefern sich eine Rangelei, der Fluggast tritt und schlägt. Der Vorfall fand Mitte Oktober statt, wurde aber erst im November publik.

Indigo entschuldigte sich für ihre Mitarbeiter und der Präsident der Billigairline, Aditya Ghosh, bat den Passagier per Telefon persönlich um Verzeihung. In einem Bericht ans Luftfahrtministerium erklärte Ghosh, einer der im Video zu sehenden Mitarbeiter habe den Fluggast zuvor nur winkend und schreiend darauf aufmerksam machen wollen, dass er sich nahe des Flugzeugs in einer gefährliche Zone befinde. Im Lärm, so der Indigo-Präsident, habe Katyal das womöglich als Beleidigung verstanden.

Unterschiedliche Angaben

Dem widerspricht der Passagier jedoch. «Ich bin ein Vielflieger und weiß, wohin ich nach dem Aussteigen aus einem Flugzeug gehen kann und wohin nicht», zitiert die Times of India den Passagier. Er habe nur im Schatten gestanden und auf den Bus gewartet, als ein Angestellter des Bodenpersonals ihn sehr unhöflich angesprochen habe. «Als ich ihm sagte, er solle seinen Job machen und schnell den dritten Bus rufen, regte er sich auf.»

Der Reisende erzählte weiter, der Indigo-Mitarbeiter, der das Geschehen filmte, habe die anderen beiden Angestellten aufgefordert, ihn am Betreten des Busses zu hindern. Nach dem Vorfall sei er dann für etwa 15 Minuten in einen leeren Bus verfrachtet worden, von wo aus er die Polizei und seine Frau angerufen habe.

«Whistleblower» gefeuert

Auch Indigo-Präsident Ghosh verwies in seinem Bericht auf den Mitarbeiter, der gefilmt habe. Dieser habe den Vorfall erst angezettelt und den Passagier dann weiter provoziert, indem er mit seinem Smartphone gefilmt habe. Daher habe man diesen Angestellten, «der für sich in Anspruch nimmt, der 'Whistleblower' zu sein», umgehend entlassen, so Gosh.

Air India, die im Übernahme-Visier von Indigo steht, reagierte auf ganze eigene Weise auf den Vorfall. Laut der Times of India schaltete die nationale Fluggesellschaft bei Twitter Anzeigen, die sagten «We raise our hands only to say Namaste» («Wir erheben unsere Hände nur, um Namaste zu sagen» - eine Grußgeste der Hindus) und «Unbeatable service» («Unschlagbarer Service»). Dabei sei der Wortteil «beat» («schlag») blau gefärbte gewesen und habe so an Indigo erinnert. Ein Air-India Sprecher sagte, man bewerbe nur den eigenen Service, alles andere sei reiner Zufall. Die «We raise our hands»-Anzeige zog die Fluggesellschaft laut der Zeitung jedoch wieder zurück.

Falsche Anzeige

Eine Anzeige von Jet Airways mit den Worten «We beat our competition, not you» («Wir schlagen unsere Konkurrenz, nicht Sie»), stellte sich dagegen als Fake heraus und stammte nicht von der Fluggesellschaft.

Mehr zum Thema

Abfertigung: Bevor es in die Luft geht, sind am Boden zahlreiche Mitarbeitende beschäftigt.

Kennen Sie sich mit dem Flughafenbetrieb aus?

Buchung in Russland: Neue Daten sollen an den Staat gehen.

Russland will mehr Daten von Passagieren sammeln

Osaka Kansai: Ostasien tut sich mit der Erholung nach 2020 noch etwas schwer.

Wie viele Fluggäste nutzten 2021 diese Flughäfen?

Das ist eine Riesenspinne im Flugzeug

Das ist eine Riesenspinne im Flugzeug

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack