Letzte Aktualisierung: um 23:18 Uhr
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Indien mit Sicherheitsproblemen

Kingfisher, Indigo oder auch Air India - alle indischen Anbieter wiesen Sicherheitsprobleme auf. Schuld ist die Konkurrenz.

Nisarg Vyas/WIkimedia/CC

Indigo_ Überfordert das Wachstum die Fluggesellschaft?

Dass es finanziell nicht gut um Kingfisher Airlines steht, ist inzwischen bekannt. So schlecht sogar, dass die indische Regulierungsbehörde Directorate General of Civil Aviation die Sicherheit bei der Fluggesellschaft ernsthaft in Frage stellt, wie sie erst kürzlich bekannt gab. Die wirtschaftlichen Probleme würden sich auch auf Bereiche wie die Wartung und Reparatur auswirken, was fatale Folgen haben könnte. Die Behörde warnt sogar, dass Kingfisher Gefahr läuft, die Lizenz zu verlieren, wenn sie die Probleme nicht in den Griff bekommt. Auch die Billigtochter von Indiens Nationalairline Air India, Air India Express, wurde damals gerügt.

Doch damit nicht genug. Wie das DCGA jetzt mitteilt, geht es allen großen Airlines des Landes ähnlich. Die Behörde vergleicht die Probleme mit einem Virus, das sich im ganzen Luftfahrtsektor verbreitet, wie die Zeitung Economic Times berichtet. Bei sämtlichen Airlines führe das zu Sicherheitsproblemen. Darunter auch die einzig profitable unter den Großen, Indigo. Die Fluglinie habe ein Wachstumsproblem, heißt es gemäß der Firstpost. Indigo hatte kürzlich eine Bestellung für 180 Airbus-Flieger platziert. Die 16-Milliarden-Dollar-Order war zu dem Zeitpunkt die größte der Luftfahrtgeschichte. Doch bei diesem Flottenwachstum fehlten gleichzeitig gut ausgebildetes Personal, das die Sicherheit der Airline weiter gewährleisten könne. Außerdem rügte die DCGA Indigo dafür, dass sie Zwischenfälle nicht genügend untersuche.

Zu schnelles Wachstum

Auch die Konkurrenten Spice Jet and Go Air wurden von der Behörde ermahnt. Bei ihnen seien die Probleme vor allem im Mangel an gutem Ausbildungspersonal begründet. Die Fluggesellschaften müssen der Regierung nun Pläne vorlegen, wie sie die Sicherheitsprobleme in den Griff bekommen wollen. Sonst müssen sie wie Kingfisher um ihre Lizenzen bangen.



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