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Indiens massive Wachstumspläne

Das Land will der drittgrößte Luftfahrtmarkt der Welt werden. Und das schon 2020. Doch bis dahin gibt es in Indien noch viel zu tun.

Anzeigetafel in Indien: Der Flughafen ist überlastet.

Rund 160 Millionen Passagiere durchliefen Indiens Flughäfen in den abgelaufenen zwölf Monaten. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als es noch rund 162 Millionen waren. Doch für Indiens Luftfahrtminister Ajit Singh ist das kein Grund, nun kleine Brötchen zu backen. Im Gegenteil: Schon 2020 will Indien der drittgrößte Luftfahrtmarkt weltweit sein. Momentan liegt das Land auf Platz neun. Die Passagierzahlen sollen sich mehr als verdoppeln, verkündigte Singh.

Natürlich, so der Minister in einer Rede, gebe es noch viel zu tun. Momentan schreiben die indischen Fluggesellschaften unter dem Strich noch Millionen von Verlusten. «Die Luftfahrt befindet sich in einer massiven Krise», so Singh. Das liege an den viel zu hohen Kerosinpreisen, der Entwertung der Rupie und der generell schwächeren Wirtschaft. Doch es gehe aufwärts.

Probleme durch Protektionismus

Vor allem der Protektionismus der Nationalairline Air India stand schon lange in der Kritik. Doch die Fluggesellschaft bessere sich, so Singh. Der Turnaround-Plan verlaufe weitgehend so, wie man sich das vorgestellt habe. Was er dabei allerdings nicht erwähnte: Angestellte der Nationalairline scheinen davon nicht viel mitzubekommen. Immer wieder kommt es zu Streiks oder dazu, dass sie sich in letzter Sekunde krank melden und sich daher Flüge massiv verspäten oder ausfallen. Immerhin: Laut Singh ist in diesem Geschäftsjahr erstmals ein positiver Vorsteuergewinn resultiert.

Auch was die Infrastruktur in Indien betrifft, hat Singh bei seinem Plan noch einiges zu tun. Die Flughäfen in Mumbai und Delhi sind überlastet und stundenlange Wartezeiten gehören vor allem bei internationalen Flügen zum Routineprogramm. Man werde die Probleme angehen, so Singh schlicht. Wie, erklärte der Minister aber nicht.



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