Skizze der Climate Impulse: Neue Technologien erforschen.

Climate ImpulseIn neun Tagen mit Wasserstoff nonstop um die Welt

Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard entwickelt einen neuen Flieger. Mit dem Doppelrumpfflugzeug Climate Impulse will er in neun Tagen wasserstoffbetrieben die Welt umrunden.

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Das Abenteurer-Gen hat Bertrand Piccard definitiv geerbt. Sein Großvater Auguste Piccard fuhr 1932 mit einem Ballon bis auf 16.940 Meter Höhe in die Stratosphäre. Sein Vater Jacques Piccard brach 1960 mit einem speziellen U-Boot mit 10.916 Meter den Tiefseetauchweltrekord. Und er selbst umkreiste 1999 als erster Mensch die Erde nonstop in einem Ballon und 2015 umrundet er sie in Etappen mit dem Solarflugzeug Solar Impulse II.

Jetzt hat der Schweizer ein neues Ziel. Piccard will 2028 zusammen mit Ingenieur Raphaël Dinelli die Welt in neun Tagen einem wasserstoffbetriebenen Flugzeug nonstop umrunden. Climate Impulse nennen sie das Projekt.

Von Airbus unterstützt

Nach zweijähriger Forschungs-, Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit habe der Bau des Fliegers begonnen, teilt seine Stiftung Solar Impulse Foundation mit. 2027 soll er abgeschlossen werden. Unterstützt werden die beiden dabei von Airbus, Ariane Group, Daher, Capgemini und Syensqo.

Entwicklung der Climate Impulse. Bild: Solar Impulse Foundation

Viel verraten Piccard und Dinelli über den Flieger noch nicht. Auf ersten Skizzen ist die Climate Impulse als Doppelrumpfflugzeug mit dünnen Tragflächen zu erkennen. Zwischen den beiden Rümpfen ist eine kleine Kabine angebracht, in der gerade zwei Personen Platz finden. Am Ende der Rümpfe findet sich je ein T-Leitwerk.

Tanks als Herausforderung

Neben der Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien und dessen Nutzung durch Brennstoffzellen zur Versorgung von Elektromotoren bestehe die größte Herausforderung darin, flüssigen Wasserstoff während des gesamten Fluges bei minus 253 Grad Celsius zu halten. Dies erfordere «revolutionäre Innovationen bei der Entwicklung angepasster Thermotanks, die neue Horizonte in der Luftfahrttechnologie eröffnen», so die Solar Impulse Foundation.

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